Nicht gerade lässig

Wenn bei uns – nicht nur an Feiertagen – zu Tisch gebeten wurde, lag die weiße, gebügelte und gestärkte schwere Tischdecke auf dem großen Tisch, den man dank zweier Platten, die unter der normalen Tischplatte verborgen waren, mit zwei Handgriffen auf die doppelte Länge ausziehen konnte. Das silberne Geschirr, lag soweit als notwendig erachtet auf silbernen Messerbänkchen, die Servietten waren gewaschen gebügelt und gestärkt. Die Weingläser standen glänzend und schlierenfrei an ihrem Platz. Für den großen Suppentopf, der zuerst auf den Tisch getragen wurde, gab es eine Ablage von der selben Porzellanfirma, welche die Suppenterrine und das übrige Geschirr hergestellt hatte. Mal gab es das mit Dekor, manchmal in schlichtem Weiß. Das gleiche gilt für die Saussiere, die Fleischplatte und die übrigen Porzellane bis hin zum Nachtisch in ebensolchen Schälchen, zu dem dann kleine Teller gedeckt wurden.
Mutter und Töchter waren zusätzlich, dass sie ebenso wie alle Anderen am Mahl teilnahmen, damit beschäftigt, all die Schalen Teller und Gläser her- und wieder weg zu tragen. In der Küche stapelte sich dann mit Essensresten versehenes Geschirr, das gespült werden musste. Das Silber musste geputzt werden. Später kamen da noch die Tischdecke und die Servietten hinzu, die gewaschen, gestärkt und gebügelt werden mussten.
Aber soweit sind wir noch gar nicht, denn ein weiterer, das Mahl einleitender Ritus darf nicht unerwähnt bleiben. Das Ganze fand im Esszimmer weitab von der Küche statt, die über den Empfangsraum hinter der Wohnungstür und einen langen Gang zu erreichen war. Der Tisch war gedeckt und aus der Terrine dampfte die Suppe. Hinter den auf den Zentimeter genau in einer Linie ausgerichteten Stühlen mussten wir uns alle 7 einschließlich Mutter und Töchter gerade hinstellen und durften uns erst setzen, wenn Vater sich auf den Stuhl am Kopfende gesetzt hatte und das Zeichen zum Setzen gegeben hatte.
Wen wundert es, dass ich Punk, sorry, Jazzer wurde und mit 15 lieber auf der Bühne stand, auch schon mal nachts nicht zu Hause erschien, die Disziplin fordernde Schule meinem Vater gleichsetzte und dem Ganzen zu entfliehen versuchte?

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Wolfgang Spelmanns – DAF 1981

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Heuwender Düsseldorf-Gerresheim 1973

CyberViewX v5.16.60
Model Code=49
F/W Version=1.21

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Knallerbsenverzückung

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Knoblauch

Nach dem ‚amerikanische Wissenschaftler’ entdeckt haben, dass Knoblauch gesund ist und dafür Schwefelwasserstoff verantwortlich machen, dürfte diese Erkenntnis aus der Nische des nicht amerikanischen Wissens zu einem Mainstreamwissen mutieren.

Das soll mich aber nicht davon abhalten, diese böse Geister und Vampire vergraulende Zwiebel weiterhin zu loben und davon abzuraten, stattdessen einfach Schwefelwasserstoff zu trinken. Ich bemerke mal ganz bescheiden, dass dort noch andere Stoffe eine Rolle spielen und die segensreiche Wirkung des Schwefelwasserstoffs mehr als ergänzen.

Am besten wir vergessen das mit der Gesundheit und wenden uns dem Genuss zu, wobei wir ebenfalls die Diskussion, ob er nun geschnitten, gepresst oder sogar mit Schale verwendet wird, außen vorlassen. Das sind alles Betrachtungen, die der ähneln, ob Schokolade aus der rechten oder der linken Hand gegessen besser schmeckt.

Auf eines möchte ich jedoch hinweisen. Es gilt als unhöflich, vor einem Zahnarztbesuch dem Knoblauch in größeren Mengen zuzusprechen, obwohl es auf dem Weg zu dem Zahnarzt durchaus für sinnvoll erachtet werden kann, reichlich Knoblauchdunst zu verbreiten. Das z.B. wenn dies morgens geschieht und man auf Bus und Bahn angewiesen ist. Es verleiht dem sich irrwitzig mischenden Gestank der frisch aufgelegten Parfums, Kölnisch- und Rasierwässerchen eine versöhnliche Note und verschafft einem selbst in gut gefüllten Bussen und Bahnen einen gewissen, ich nenne es mal, Achtungsabstand zu den wirklich unanständigen, Moschus mit Maiglöckchen und Sandelholz mit Urinaldünsten vermischenden Mitmenschen, deren Nasen dermaßen fehlgeleitet dann doch den lieblichen Geruch unseres Knoblauchs wahrnehmen aber merkwürdigerweise deutlich ablehnen.

Das heftigste Knoblaucherlebnis hatte ich vor vielen Jahrzehnten in einem kleinen Fischer- und Bauerndorf in einer kleinen Huerta an der Südküste Spaniens. Es war ein Weiße Bohnen, Kartoffel, Fleisch-Eintopf, in welchen soviel ganze Knoblauchzwiebeln schwammen, dass auf jedem Teller, der daraus geschöpft wurde, eine ganze Knoblauchzwiebel gelangte. Bis zur letzten Kelle. Das erlebt habend kann ich behaupten, dass man den Knoblauchgeruch nicht nur über Lunge und Mund verbreitet, wie die Amis meinen, sondern durch jede Pore der Haut und besonders dort, wo Schleimhäute sich treffen, was z.B. auch und vor allem den Geschlechtsverkehr in eine Wolke des Wohlgeruchs verwandelt, ausdünstet.

Aber von so köstlichen Schweinereien haben die Mundspray und Desodorant schwingenden Amerikaner ja keine Ahnung.

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Mozart: Concerto for piano and Orchestra (d-minor) K.466, Uchida

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Nach Sehen

Nach 14 Tagen mal wieder den Fernseher eingeschaltet. Komische Welt da. Aber langweilig. So wie das Holzplättchen, welches übrig bleibt, wenn man das Eis am Stil zu Ende geschleckt hat.

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Schießen verboten!

(Das gilt auch für Soldaten und Schützen und Tante Emma- Sich selbst erschießen ist erlaubt. Will aber gekonnt sein. Und man kann es nicht üben)

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Investorenglück


Georg Glock Straße

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63 Bilder in weniger als 1 Minute

Der schnellste Besucher war jemand, der gleich mit dem Fahrrad in den Raum fuhr, eine Runde in Raum 1 und eine Runde in Raum 2 absolvierte und dann wieder aus dem Tor herausfuhr. Weniger als 1 Minute. Gesehen hat er wohl nichts, aber einen Rekord aufgestellt.

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Frage

Sind eigentlich ca. 2.500 Besucher einer Ausstellung über 14 Tage viel oder wenig?

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Es kommt oft anders als geplant

Auch das noch. Bin ans Haus gefesselt. Hatte an sich etwas ganz Anderes vor. Die Techniker von Unitymedia kommen und prüfen meinen Internetzugang. Es besteht also eine Chance, bald wieder in gewohnter Weise zu kommunizieren. Hoffentlich.

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Schweif

Hier ist genug über die Ausstellung ZK – DIE TOTEN HOSEN gesagt, gepostet, gebildert worden. Ist ja auch vorbei.
Bei mir sieht das ganz anders aus. So ein Ereignis zieht einen dicken und langen Schweif hinter sich her. Wie ein Komet. Nur langsamer und wesentlich näher. Mit Zurücklehnen und Relaxen hat das nichts zu tun. Und das Hirn wird von dem Folgegeschehen voll in Anspruch genommen. Schlaf? Ja, stückweise. Alle Muskeln sind noch angespannt und der Blickwinkel ist sehr eng.

Und doch freue ich mich über das Buch, das bald erscheinen wird, und fiebre dem entgegen. Dazu später Näheres. Schön und gut wird’s. Das weiß ich jetzt schon. Aber es ersetzt nicht die z.T. doch sehr großen Bilder an der Wand, wie sie in der Ausstellung zu sehen und zu kaufen waren. Und da ich immer wieder gefragt wurde, ob man die Ausstellung nicht verlängern oder die Bilder an einem anderen Ort finden könne, bemühen wir (Gabi Luigs und ich) uns, zumindest Einiges davon verteilt auf verschiedene, besondere Orte zu zeigen. Wo und wann – darüber werde ich berichten. Und wenn jemand einen passenden Ort in einer anderen Stadt weiß und dort Interesse bestehen sollte, sprecht mit dem Veranstalter und sagt es mir. Die gesamte Ausstellung auf Tournee zu schicken, das wäre doch was.

So. Nun ist gut. Mal sehen, wann ich wieder dazu komme, gemächlich durch die Stadt zu streifen und Bilder ganz anderer Art in die Welt zu setzen. Von heute und nicht nostalgisch verklärt.

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So ist das

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Andi und Campino im postPost Grand Central

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postPost-Grand Central – Campino vor Johnny Thunders 12.10.17

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DIE TOTEN HOSEN zu Besuch auf unserer Ausstellung


Gabi Luigs, Campino, Andi Meurer, Besucherin

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ZK – DIE TOTEN HOSEN die frühen Jahre 1980_1983

Zu diesem Thema gibt es bald ein Buch. Wer sehen/erleben will, was den Unterschied zu den großen, ausgestellten Bildern im postPost–Grand Central ausmacht, kann sich das noch 3 Tage lang angucken. Dann nicht mehr. Wäre doch schade. Das Buch kann man immer noch kaufen, die Bilder nicht.

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See You at postPost–Grand Central, Erkrather Straße 33 in Düsseldorf

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postPost–Grand Central – Was es sonst noch zu sehen gibt

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