Und Angela Merkel macht mit. Es herrscht Krieg.

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Nasebohren – muss das sein?

Man kann das vor allem an den Ampeln beobachten, wenn sie auf Rot stehen und die Autofahrer warten müssen und sich unbeobachtet fühlen: dann stecken sie oft den Finger in die Nase, meistens den kleinen oder den Zeigefinger, und bohren gedankenverloren darin herum. Allerdings, es sind fast ausschließlich Männer, die sich diesem Vergnügen hingeben und wenn sie sich ertappt fühlen, hören sie meistens auch sofort und verschämt damit auf.
Das Nasebohren ist alltäglich und gleichzeitig auch ein Tabu. Die üblichen Lexika vom Brockhaus bis zum Duden kennen nicht einmal das Wort. Selbst die Gebrüder Grimm, sonst jedem einheimischen Wörtchen akribisch auf der Spur, fertigen den in ihrem „Deutschen Wörterbuch“ den „Popel“ mit drei Zeilen ab, er sei eine vermummte Gestalt und in Leipzig ein „Hausgeist, mit dem die Kinder geschreckt werden.“
Die Kinder wissen vermutlich besser, worum die Wissenschaft einen so großen Bogen macht, und was ihnen in der Erziehung ausgetrieben werden soll: die Finger vorsichtig in die Nase einzuführen und unter Ausnutzung des Widerstands zwischen Fingerkuppe und Fingernagel die inneren Nasewände entlang zu fahren, dort nach festen Ablagerungen zu suchen, und die dann vorsichtig aus dem Nasengang herausrollen und zwischen Daumen und Zeigefinger zu kleinen Kügelchen zu verarbeitet . Diese Objekte der Begierde, umgangsprachlich Mümmel oder Popel, sind chemisch betrachtet das Sekret der Nasenschleimhäute, überwiegend aus Wasser und zu einem kleinen Teil ein Granulat, das verschiedene Proteine enthält.
Alltagsbeobachtungen – wie an der Ampel – machen aber deutlich, dass das Nasebohren nicht nur ein geschlechtsspezifischer Vorgang ist, sondern vornehmlich in Phasen von Ruhe und Entspannung ausgeübt wird, bisweilen nahezu ein Medium der Kontemplation. Rein praktisch gesehen handelt es sich um einen banalen Vorgang des Säuberns und Entleerens, so wie zu den Ritualen der täglichen Waschungen bei den Muslimen ja auch das dreimalige Ausspülen der Nase gehört. Und doch ist es viel mehr. Es ist ein Akt des Vergnügens, den Finger in die dunkle Höhle zu stecken, warm und feucht, und verursacht in aller Regel ein angenehmes Wohlgefühl. So jedenfalls die Aussagen passionierter Popler.
Der Arzt Wilhelm Fließ, ein Jugendfreund von Sigmund Freud, hat sich ausführlich mit der Nase beschäftigt, dem Riechorgan, das in vielerlei Hinsicht auch ein Sexualorgan ist. Alle Gebärmutterreflexe wirken direkt auf die Nasenschleimhaut und es gibt diverse Zusammenhänge zwischen genitalen und nasalen Reaktionen, da die Schwellkörper hier wie dort vom selben Nervensystem gesteuert werden. Dem Volksmund ist das nicht fremd, hat er doch schon immer behauptet:
„Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes.“
Wie auch immer, Nase und Geschlecht hängen jedenfalls zusammen und daher rührt wohl das Tabu mit dem Nasebohren. So wie es im allgemeinen auch Ekel hervorruft, wenn man die Details der Entsorgung erörtert, wie zB die Sache mit den Proteinen, die bisweilen der Nahrungszufuhr dienen. Die Dichter sind da unverblümter so wie Leo Tolstoi, für den feststand: „Menschen, die in ihren Nasen bohren und das Gefundene an der Unterseite des Esstisches plazieren, haben es nicht verdient, in den Himmel zu kommen.“

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Quod licet Jovi, non licet bovi —

— meint heute: Was die Führungselite der USA sich herausnimmt, ist dem Volk und den Völkern verwehrt. Die müssen sich an Recht und Gesetz halten und was das ist, bestimmen wir. Wir nennen es Demokratie und auch Menschenrechte. Schöne Worte, nicht wahr? Hahaha!

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Terror

Ich will und kann das Wort Terror nicht mehr hören. In 99,9% der Fälle ist es Bestandteil der Propaganda. Clever von einem kleinen Kreis in Szene gesetzt und jetzt in aller Munde.

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Bio

Ich sehe bei ALDI richtige, feste, fleischige Hühner, Bio-Hühner und lese auf dem Preisschild € 7,99 und greife zu. Ein Blick auf die Preis-Auszeichnung am Huhn sagt jedoch € 13,68. Ich hatte übersehen, dass 7,99 der Kilopreis ist. Bio ist halt teuer. Auch bei ALDI. Geht auch gar nicht anders.

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Tiefschlaf

Ich war so schön und tief am schlafen am dran am sein, was angesichts der Temperaturen innen und draußen nicht selbstverständlich ist. Doch dann um 01:45h Ortszeit (03:15h MESZ) ein jähes Erwachen. Ein Höllenlärm verursacht von einem mit drei rotierenden Warnlichtern bewehrten LKW, der unter lautem Knattern des kaum gedämpften Dieselmotors seinen hydraulischen Arm ausfuhr und einen Mann auf einer kleinen Plattform in die Höhe hievte. Sinn der Übung war das Entzünden eines Relikts aus längst vergangenen Zeiten , der Gaslaterne – die ersten wurden bereits 1806/1807 in London entzündet – die extrem störanfällig sind und uns so in ungebührlicher Weise Kosten (Steuern) verursachen, während es längst und inzwischen erschwinglich LED-Leuchten gibt.LED-leuchten, die lange halten und mit 5000 Kelvin anstatt 2700 bis 3000 Kelvin ein Licht verbreiten, welches uns und sich selbst sehen lässt und uns eine Menge Geld spart.
Der Tag ist hin, denn einfach weiterschlafen ist mir nicht vergönnt. Das bleibt den Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung vorbehalten. R.I.P. kann man da nur sagen.

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Tomaten

Bisher habe ich meine Tomaten in sehr kleinen, beengten Gefäßen herangezogen. Sie blieben kompakt und fruchteten üppig. Dieses Mal meinte ich es gut mit den Pflanzen und gewährte ihnen nicht nur mehr Platz sondern auch beste Komposterde.

Nach meiner Intention ein Fehler. Die Tomatenpflanzen wuchsen und wuchsen und erreichten bald die mehrfache Höhe des Rheinturms. Erst jetzt, als sie mit ihren Trieben den Himmel erreicht haben, bilden sich die ersten Blüten, während ich in anderen Jahren schon mit der Ernte erster Früchte beginnen konnte. Ich weiß nicht, ob die Hummeln solche Höhen erreichen und bei der Bestäubung behilflich sein können. Und wie soll ich die Himmelsfrüchte je ernten? Woher bekomme ich um die Jahreszeit noch eine Himmelsleiter, die blaue Blume der Romantik, her?

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Der Mensch ist gut

Das bedingungslose Einkommen ist es nicht. Was wir brauchen ist das leben mit und in einer Gemeinschaft. Und Hilfe meint nicht die gönnerhaften Brosamen der Bessergestellten, als das sich das bedingungslose Einkommen heute zeigte. Jemanden auf die Beine zu stellen, ist etwas anderes. Zuwendung in Form von Geld verpufft im Sinnlosen und ist zumeist alles andere als eine Hilfe. Innerhalb der Grenzen unserer heute wirksamen und von Vielen nicht befragten Werteskala ist das bedingungslose Einkommen eine in seltenen Fällen wirksame aber in den meisten Fällen eher eine erzieherische Maßnahme, die dazu dient, potentielle Aufrührer still zu stellen.

In einer freien Gesellschaft kann ein Start- oder Übergangsgeld wie jede andere Hilfe sinnvoll sein – aber eben nur dann. Wir brauchen also ein anderes Herangehen an unser Zusammenleben, eine neue Gesellschaft, wenn man es so ausdrücken will. Eine sanfte Revolution. Menschen, die im real existierenden System gefangen sind, sind nicht zu verurteilen (Bashing ist das Blödeste, was man machen kann) sondern in den Arm zu nehmen und zu überzeugen. Es kann doch nicht so schwer sein, die Fehleinschätzung, der sie unterliegen, deutlich zu machen.

Der Mensch ist gut. Da mögen tausend Religionen etwas anderes behaupten.

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Jetzt

Was macht Du eigentlich jetzt? Was willst Du machen, wenn Du könntest/dürftest? Wo finde ich Deine Leidenschaft? Auf’m Sofa sitzen und TV-Gucken kann es doch nicht sein. Auch andere Ablenkungen und Ersatzbefriedigungen nicht.
Was ist denn wirklich los? Was wollen wir? Mit wem? Warum? Ich meine jetzt.

(Ich erwarte keine Antworten)

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Propaganda

Manche meinungsbildenden Sendungen im TV sind dermaßen offensichtlich Propaganda, dass es eigentlich jedem auffallen müsste. Man beachte nur, was zu einen Thema einfach unter den Tisch fallen gelassen wird, einfach nicht vorkommt.

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Aal

Am Zwischenahner Meer wurde zum Aal auch eine Schale mit Doppelkorn gereicht. – – – zum anschließenden Händewaschen.

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Birken sind wahre Pioniere

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Ablage

Kennt Ihr das Wort oder gar den Vorgang. Ablage. Habe ich gerade gemacht. Ein befreiendes Gefühl stellt sich ein. Ich finde Schriftstücke auf Anhieb und ohne in einem Papierberg wühlen zu müssen. Jetzt komm mir keiner mit dem digitalen Büro. Da versteckt und verschwindet mehr, als einem lieb sein kann.

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Brexit Will England eine neue Weltordnung? – Andreas Popp

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Glenn Gould Italian Concerto

Veröffentlicht unter Allgemein, Musik | Hinterlasse einen Kommentar

Nur ein Augenblick

Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, in Reih und Glied zu sitzen oder uns auf dem Sofa rumzulümmeln und Artefakte zu konsumieren, anstatt selber loszugehen und die Welt zu erkunden und sei es, um einen eigenen, ganz persönlichen Eindruck von unserer Lebenswelt zu gewinnen und so den Wert der Artefakte für uns besser einordnen zu können und seien es die Tempel von Abu Simbel.

Wir leben aber in einer artifiziellen Welt, wird man mir entgegnen. Ja, so ist es. Die Artefakte beziehen sich wiederum auf Artefakte. Wer das dann noch versteht, gilt als gebildet. Aber es ist auch unser aller Untergang. Es sind nicht die Kriege. Jeder von uns ist es selbst. Ohne es zu wissen oder sich deutlich zu machen. Wir nennen es Schicksal. (Ein deutliches Wort)

Jeder Grashalm, der aus den Fugen des Pflasters wächst, und jede Brache sagt uns aber, dass es nicht nur einmal anders war sondern auch jetzt anders sein könnte.

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Sommersonnenwende

Für mich ist das Mittsommer. Also mitten im Sommer. Ab jetzt geht es wieder abwärts. So hoch am Himmel steht die Sonne erst wieder im nächsten Jahr und wie es aussieht, wenn ich mir den mittelmeerblauen Morgenhimmel anschaue, wird sie uns wieder unerbittlich aufs Hirn brennen, so dass ich verstehe, dass es in südlichen Ländern, in denen die Sonne noch unerbittlicher brennt, nicht wie bei uns lieblich DIE Sonne heißt, sondern DER Sonnerich.

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Ich habe gestern Abend Wäsche gewaschen. Jetzt ist Alles trocken.

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Hinterhof Sterngasse 20.06.17

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