Archiv fü 05. Juli 2010
Weiche
Montag, 05. Juli 2010Straße mit Schwung
Montag, 05. Juli 2010Rheinhöfe
Montag, 05. Juli 2010Wilde Möhre
Montag, 05. Juli 2010Daucus carota ssp. carota
Das Bild zeigt die Blüte der Wilden Möhre, auch wenn die für diese Blüte charakteristische schwarze Mitte – eine infertile Blüte – ein Insektenmimikri – zu fehlen scheint. Die Wilde Möhre ist in der Stadt ausgesprochen häufig anzutreffen, das sowohl auf Ruderalflächen wie aber auch auf Grünstreifen und an Wald- und Gebüschrändern.
Wer beim Anblick des Bildes meint, die wilde Möhre habe sich diese Formen von den Feuerwerken abgeguckt, verwechselt Ursache und Wirkung. Es waren die Chinesen, die nicht nur das Pulver erfunden haben sondern auch wussten, diese Erfindung kulturträchtig umzusetzen und sich Blüten wie die der wilden Möhre zum Vorbild nahmen. Ein geradezu schon archaisches Beispiel für Bionik.
Der Verzehr der Wurzel dieser schon in der Steinzeit bekannten Pflanze ist, obwohl sie einer der Eltern unserer Kulturmöhre ist, doch wohl nur etwas für arge Eiferer des Ursprünglichen. Das betrifft nicht nur Konsistenz und Geschmack sondern auch die Inhaltsstoffe.
padeluun-Enquete-Kommission Internet
Montag, 05. Juli 2010padeluun im Gespräch mit dem wdr
Schafgarbe
Montag, 05. Juli 2010Achillea millefolium – Asteraceae
Achilea millefolium findet man in der Stadt an Wegrändern, auf mit Steinen gepflasterten Flächen, auf jenen kleinen Brachflächen, welche die Stadtplaner nicht vermeiden konnten und in Düsseldorf auf stark von Schafen beweideten Rheinwiesen, dort wo der Untergrund von Erde zu Sand wechselt und nicht mehr jede Pflanze gedeihen kann.
Achillea gilt als Heilkraut und ist in der Breite der Anwendungen ein der Kamille vergleichbares Tausendsassakraut. Es soll helfen bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl und Magen-Darm-Verstimmungen und zur Anregung der Gallensaftproduktion. Weiterhin wirkt die Gemeine Schafgarbe gegen Bakterien (antimikrobiell), gegen Krämpfe (spasmolytisch) und auch gegen Entzündungen (antiinflammatorisch). Hinzu kommt eine positive Wirkung auf viele der so genannten Frauenkrankheiten (Menstruationsschmerzen oder -störungen, Wechseljahresbeschwerden, Eierstockentzündungen, Ausfluss, Gebärmuttervorfall, Myome, Juckreiz der Scheide und vieles mehr. Das ist doch mal was. Die Apotheke wächst vor der Haustür. Jetzt muss man nur noch wissen welche Teile wie angewendet werden. Da ich keine Kräuterliesel bin und die richtigen Antworten den hier gegeben Rahmen sprengten, empfehle ich, ein entsprechendes Buch zu Rate zu ziehen. Die verantwortlichen Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl, Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Polyine, Salicylsäure und Triterpene. Das erklärt doch schon mal Einiges und sagt auch, dass die Anwendung ohne nähere Kenntnisse nicht nur positiv sein muss.
Dem durchschnittlichen katholischen Radfahrer wird hier also lästiger Wissenserwerb abverlangt, was bekanntermaßen anstrengender und komplexer ist, als sich für links oder rechts Abbiegen zu entscheiden. Vielleicht entdeckt er, dass die Blüten samt der feinen Millefolia am derben Stängel gar gut zu einer seiner tausend Vasen passen und erstaunlich lange halten.
69
Montag, 05. Juli 2010Bei der Produktion von Reisepässen, die zwischen dem 15. Dezember 2009 und dem 20.Januar 2010 beantragt wurden, ist der Bundesdruckerei ein kleiner Fehler unterlaufen, der bei Kontrollen zu Schwierigkeiten führen könnte: Unter dem Lichtbild ist bei “ausstellende Behörde” statt der laufenden Nummer “9″ aus Versehen die Nummer “6″ eingedruckt worden. Wer im genannten Zeitraum einen Reisepass beantragt hat, wird daher vorsorglich gebeten, zu kontrollieren, ob dort die richtige Ziffer eingetragen ist. Sollte dort die falsche Nummer “6″ stehen, werden die Reisepässe vom Einwohnermeldeamt kostenlos ausgetauscht. Ein neues Foto ist dafür nicht erforderlich. Da die Bundesdruckerei rund vier Wochen für die Produktion eines neuen Passes benötigt, werden nötigenfalls kostenlose Ersatzpapiere ausgestellt.
Kann schon mal vorkommen. Ich meine, wenn man bei der Hitze in der Hängematte liegt und sich die Zahlen von unten ansieht. Aber im Dezember und Januar war es gar nicht so heiß. Vor Kälte zitternde Hände? Nun ja, nobody is perfect. Zum Ausgleich verstehen wir dann bei der nächsten Steuernachzhalung die anfängliche 9 als 6. Und schon sind wir wieder quitt.
Robiniensämling
Montag, 05. Juli 2010Robinia pseudoaccacia – Fabaceae
Da geben sich die Straßenbauer jedwede Mühe, die Landschaft zu versiegeln – Straßenbauer hassen Pflanzen – und dann so was. Diese verdammten Robinien, die so wie so hier nichts zu suchen haben und so schnell wie möglich zurück in ihre amerikanische Heimat ausgewiesen werden sollten, keimen einfach trotz einer dicken sogar mit Teer durchsetzten Schotterschicht. Das ist es eben, die Robinien vermehren sich hier so inflationär, weil die Lebensbedingungen für Pflanzen schlechter und schlechter werden und sich nur solche Pflanzen durchsetzen, die hart im Nehmen sind und Strategien entwickelt haben, die es ihnen ermöglichen, mit unwirtlichen Situationen fertig zu werden. Somit finden wir in den Städten die immer wieder gleichen Pflanzen, wo auch immer sie mal beheimatet waren. Da ist noch der Schmetterlingsstrauch, den wir vor allem längs der Bahngleise der Deutschen Bahn kennen, oder aus allen Ritzen und Spalten aber auch auf Wiesen und zwischen Straßebäumen diesen unsäglichen Götterbaum aus China, einen hochgradig invasiven Neophyten, der unserer Flora starke Konkurrenz macht. Eine Verarmung der Flora ist das Ergebnis.
Was mal als Studienobjekt in botanischen Gärten angefangen hat und von zu Zeiten der Welteroberung von fleißigen Botanikern aufgespürt und beschrieben und auch mühsam nach Europa gebracht wurde, erweist sich nun als lästiges und schädliches Unkraut. Momentan erleben wir etwas Vergleichbares wenn nicht Fataleres. Pflanzen die z.T. mit tierischen Genen versetzt sind, werden ausgepflanzt und niemand weiß, was daraus wird. Das ist dann irreversibel. Diese in einer Weise manipulierten Pflanzen, wie es in der Natur nie und nimmer möglich wäre, dienen nicht etwas dazu, die ins Gigantische wachsende Bevölkerung zu ernähren, sondern sind Mittel und Zweck, diese gigantische Menge Menschen abhängig zu machen, abhängig von einer kleinen Clique macht- geldhungriger Verbrecher.
Weidenröschen
Montag, 05. Juli 2010Epilobium angustifolium – Onagraceae
Das schmalblättrige Weidenröschen war vor dem 2. Weltkrieg hier eher unbekannt. Doch auf den Trümmern des Krieges wuchsen sie auf einmal in großer Zahl. So ist das mit Pionierpflanzen. Die Nachkriegsgeneration sprach, wenn Weidenröschen gemeint waren, einfach von der Schuttblume oder Trümmerblume. Große Verbreitung hat Epilobium in Nordeuropa auf mageren Böden. Dort habe ich auch eine weiß blühende Variante gesehen. Heute taucht sie auf nahezu allen Ruderalflächen auf, besonders dort, wo Erde bewegt wurde.









