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Anbau von Mon 810 verboten –Monsanto erwägt Klage

Dienstag, 14. April 2009

Mich wundert, was in den Zeitungen steht. Da wird gerätselt, ob manipulierter Mais von Monsanto giftig oder sonst schädlich ist. Das aber ist längst erwiesen. Diese Maissorten werden als Futtermittel angebaut, sind aber als Futtermittel nicht geeignet, weil die gefütterten Tiere Vergiftungserscheinungen zeigen.

Die CDU ist gegen das Verbot. Die Arbeitsplätze, die Forschung. Der Fortschritt. 

Hier noch einmal ein link auf ein langes Video zum Thema. Bitte unbedingt ansehen.

Die EU greift durch – beim Gift

Dienstag, 13. Januar 2009

Ohne Einzelheiten zu kennen, muss ich sagen, dass es nur gut sein kann, wenn die EU jetzt eine Reihe bedenklicher, in der Landwirtschaft verwendeter Gifte rigoros verbietet. Als ehemaliger Gärtner mit entsprechenden Erfahrungen darf ich das so schmucklos sagen.

Ich bin mir sicher, dass die Chemieindustrie schweres Geschütz auffahren wird und die Ernährung der Vielen mal wieder gefährdet sieht.

Einige Landwirte werden aufatmen, müssen sie doch nicht mehr mit den Giften aasen, nur weil die Anderen es tun, und sie nur so mithalten können im Kampf um den niedrigsten Preis und den unversehrtesten Kohlkopf. Andere Landwirte werden ihre Existenz gefährdet sehen. Das sind diejenigen, die z.B. durch Monokulturen in großem Stil ihr Geld verdienen oder andere Kulturmethoden verfolgen, die unverantwortlich sind. Da das Verbot auch für Länder gilt, die in die EU exportieren, ist das Argument der Verschiedenheit der Chancen hinfällig. Gut so.

Greenpeace meint, dass die Regelungen noch zu lasch sind. Das kann ich mir gut vorstellen, aber ich habe keine Information, was dort im Einzelnen beschlossen wurde. Tendenziell halte ich ein rigoroses Vorgehen gegen die Giftcocktails, die wir täglich zu uns nehmen, für längst überfällig.

Anmerken möchte ich nur, dass die Gifte, die per Genmanipulation in die Pflanze geschleust wurden und jetzt von der Pflanze selbst erzeugt werden, ebenso betrachtet und bei Bedarf ebenfalls verboten werden sollten. Monsanto, kleine Wanze und wie sie alle heißen zum Trotz. 

Der Link auf Monsanto führt auf ein Video von ein dreiviertel Stunden Länge, die sich lohnen.  Ich empfehle, sich das anzusehen. 

Bananen

Sonntag, 10. August 2008

Wenn man das Wort ‚Bananen’ liest, stolpert so manche Assoziation durchs Hirn. Die meisten davon sind eher lustig. 

Die Realität scheint aktuell weniger lustig zu sein. Manche Discounter (vielleicht auch andere Geschäfte. Was weiß ich?) verkaufen in den letzten Tagen markenlose Bananen. Ihnen fehlt das Etikett, welches man auf die Bananenschale geklebt zu sehen gewohnt ist. 

Reißt man den Zellophanbeutel, der so ein Bündel Bananen umgibt, auf, weht einem ein deutlicher Gestank entgegen. Es ist der Geruch des Vergällungsmittels, welches den an sich geruchs- und geschmacklosen Giften, mit denen die Bananen behandelt wurden, beigemischt wurde.

Er ist so stark, dass er durch die Schale bis auf den essbaren Teil der Banane durchschlägt. Die Banane schmeckt nach Gift. Sie wird auch giftig sein, denn ich habe folgende Beobachtung gemacht.

Jetzt bei dem warmen Wetter stehen bei mir Fenster und Türen weit offen. Das auch nachts, damit es ordentlich durchkühlt. Das bringt es mit sich, dass sich bei mir so 3 bis 5 Fliegen breit machen. Lästig. Wo die sich alles hinsetzen. Wie die einen umschwirren und mit Vorliebe auf nackter Haut herumkrabbeln, so dass ich mich ähnlich verhalte, wie mückengeplagte Tiere und schon mal wild um mich schlage. Hinzu kommen die unvermeidlichen Essigfliegen, die sich am reifen Obst delektieren und sich nicht scheuen, des Abends beim Essen auf dem Rand des Glases Rotwein herumzuwandern. Äußerst lästig und unappetitlich.

Was das mit Bananen zu tun hat? Eigentlich nichts. Doch mit den nach Gift stinkenden Bananen hat das sehr wohl zu tun. Einige wenige davon haben mich von allem Ungeziefer befreit. Ein kurzes Summen der auf dem Rücken liegenden Fliege und dann streckt sie alle Beine von sich und bewegt sich nicht mehr. Andere, auch die Essigfliegen, sieht man eilends durch Tür und Fenster das Weite suchen. Etwas was ihnen sonst zu meinem Leidwesen nie einfällt.

Ich gehe davon aus, dass nicht nur das Vergällungsmittel, welches für sich schon die Bananen ungenießbar macht, an den Bananen haftet sondern den Bananen recht starkes Gift entströmt.

Ich kaufe, wie eigentlich meistens, meine Bio-Bananen wieder beim Türken meines Vertrauens, wo sie nur unwesentlich teurer sind als diese Giftbomben aber wesentlich billiger als die Bio-Bananen beim Discounter, auf den ich ansonsten nicht verzichten möchte, ist dort doch so Manches frischer als bei den Kettenläden. Meinen Grundbedarf kann ich nun mal am Besten beim Discounter decken. Das Andere gibt es beim Türken, auf dem Markt, beim Italiener und, und, und. 

Muddy Waters

Donnerstag, 19. Juni 2008

Die schlammigen Fluten des Mississippi haben Millionen Hektar Farmland überflutet und Dünger und Gifte über das Land verteilt. Es wird vor Giften gewarnt. Soviel zur gesunden Landluft. Landwirtschaft ist heute einer der ärgsten Umweltverschmutzer. Das nicht nur in den USA.   

Tabak

Samstag, 24. Mai 2008

Nicotinia tabacum – Solanaceae

 Tabak ist schon eine fähige Pflanze. Ich höre gerade, dass Tabak 4.000 verschiedene Giftstoffe enthalte. Selbst wenn da zwei drei zuviel gezählt worden sind, um törichte Menschen wie mich, davon abzuhalten, dem Laster des Rauchens weiter zu frönen, muss man anerkennen, dass da auf kleinstem Raum eine erstaunlich vielseitige Chemiefabrik zugange ist. Bayer, BASF, Dupont oder wie sie alle heißen, würden Milliarden dafür geben, so kompakt und effektiv produzieren zu können.

Was den Gebrauch der Pflanze betrifft, waren Indianer in der Heimat der Tabakpflanze eher klug als konsumfreudig. Sie hatten zwar erkannt, dass man die getrockneten Blätter der überall um sie herum vorkommenden Pflanze rauchen konnte und dass das seine Wirkung hatte, rauchten dieses Kraut allerdings nur zu kultischen Handlungen. 

Früher soll das bei unseren Vorfahren in Hinsicht auf alkoholische Getränke ähnlich gewesen sein. 

Der Genuss von Rauschgiften war entweder Eingeweihten und/oder einer Oberschicht vorbehalten. Angesichts der damaligen Gesellschaftsformen ein sicherlich sinnvolles Verhalten. 

Heute herrscht Demokratie. Dabei wird vorausgesetzt, Demokratie kann nun mal nicht anders funktionieren, dass alle Mitglieder der Gesellschaft aufgeklärt sind. Wie anders wären sie in der Lage, eine kluge Wahl zu treffen?

Wie wir feststellen müssen, ist das mit dem Aufgeklärtsein, man nennt es auch Bildung, nicht so weit her. Daran krankt sowohl unsere Demokratie wie auch die Angemessenheit des Gebrauchs früher nur wenigen zugänglicher Stoffe und Mittel. 

Gerade die am wenigsten Urteilsfähigen hauen sich den Kopf mit gefährlichen Stoffen voll. Da sich viel Geld damit machen lässt und die Stoffe beliebig und jederzeit konsumiert abhängig machen, was den Kunden bindet, hat sich um die Stoffe eine Industrie entwickelt, die eigentlich mafiös ist und verboten gehörte. Verbieten könnte das der Staat. Doch der hat sich etwas Anderes einfallen lassen.

Er beteiligt sich an dem Geschäft. Alkoholsteuer, Tabaksteuer heißen die Pfründe, die ordentlich Geld in die Staatskasse spülen. Dieses Mafiaverhalten wurde nicht von demokratischen Staaten eingeführt sondern von Fürsten, Kaisern und Königen. Das Geld floss somit nicht zugunsten der Allgemeinheit in die Staatskassen sondern unmittelbar in die Kassen der Potentaten. Anfangs wurde in der Einsicht, dass Tabak hoch giftig ist, der Konsum sogar verboten. Doch dann entdeckte der Staat, bzw. die Herrscher, dass man mittels Steuern sein Säckel füllen konnte. Dabei ist es dann geblieben. 

Heute leben wir in einer Demokratie und sind selbst alle kleine Potentaten. Was den Staat bzw. dessen Diener betrifft, verstehen sie sich, das wird vom Volk in seiner Obrigkeitsgläubigkeit ähnlich gesehen, immer noch als über dem Volk stehende Macht mit besonderen Privilegien. Das gilt auch, wenn sie aktuell mal eine Erhöhung ihrer Einnahmen nicht durchsetzen konnten. Da bricht noch nicht die hehre Demokratie aus. Die Diener wissen sich schon als Herren aufzuführen und seien es Damen. Nebenbei: Der Tabakanbau wird in der EU mit 1 Milliarde € subventioniert. Die Tabaksteuer generiert nach der Energiesteuer die zweithöchsten  Verbrauchssteuereinnahmen. 14,3 Milliarden € im Jahr 2007. 

Der Staat gehört also mit zur Drogenmafia. Nicotinia tabacum beweist hier nicht nur, dass sie auf nahezu wundersame Weise, Gifte produzieren kann, sondern wirkt darüber hinaus vergiftend auf die Politik. Geschäftemacher wissen das zu schätzen und sehen im Tabak einen engen Verbündeten, den es zu hätscheln und zu pflegen gilt. So kommt es, dass wir entgegen besserer Einsicht und weniger klug als die ‚dummen’ Indianer dem Gift verfallen. Ich gehöre dazu. Wie elend das ist, wusste ich nicht, als ich was immer mir beweisend als Kind mit dem Rauchen anfing. Wir standen damals vor Verboten. Es gibt kaum etwas Verlockenderes, als Verbote  zu missachten. An Aufklärung, Bildung, herrschte großer Mangel. Heute noch wird der drohende Zeigefinger gezeigt und Wissen nur in geringem Maße vermittelt. 

Rauchen kann tödlich sein, heißt es. Das Leben ist tödlich. Will man das Leben abschaffen? Dumme Sprüche bringen uns nicht weiter. Heute rauchen wir, damit die Republik am Hindukusch verteidigt werden kann. 

Dabei hat die Evolution die Tabakpflanze nur in die Lage versetzt, Fraßfeinde abzuwehren.  

Nachtrag: Auszug aus der die Tabaksteuer betreffenden Verlautbarung des Bundesfinanzministeriums.

Als sich im Dreißigjährigen Krieg der Tabakgenuss rasch über Deutschland ausgebreitet hatte, versuchte man ihn zunächst durch Landesverbot zu verhindern (z.B.1652 in Bayern), ging aber vom Ende des 17. Jahrhunderts an zur fiskalischen Nutzbarmachung des einheimischen Rohtabaks in der Form von Staatsmonopolen oder von Luxussteuern (Tabakakzisen) über. 1819 führte Preußen eine Gewichtsteuer auf Tabakblätter, 1828 eine Flächensteuer ein, die Grundlage eines „Tabaksteuerverbandes“ mit mehreren nord- und mitteldeutschen Staaten und 1868 des ganzen Deutschen Zollvereins wurde. 1871 in die Zuständigkeit des Reiches übergegangen, folgte – nach vergeblichen und später wiederholten Versuchen Bismarcks zur Einführung eines Reichstabakmonopols – 1879 eine Reichstabaksteuer in Form einer Gewichtsteuer, zu der 1906 eine Fabriksteuer für Zigaretten (auf der Grundlage des Kleinverkaufswertes) in der Form einer Banderolensteuer trat. Dieses System ist in den folgenden Gesetzen von 1919, 1939 und 1953 ausgebaut worden. Seit 1949 wird die ehemalige Reichssteuer als Bundessteuer fortgeführt. Das Änderungsgesetz von 1971 hat das Tabaksteuerrecht wesentlich vereinfacht, den veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen angepasst und das Steuersystem für Zigaretten EU-gemäß gestaltet. Mit dem Tabaksteuergesetz 1980 sind die Begriffsbestimmungen für Tabakwaren gemeinschaftlich geregelt worden. In allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union hat die Tabaksteuer in etwa die gleiche erhebliche wirtschaftliche und fiskalische Bedeutung. Ihre Harmonisierung in der EU wurde durch Richtlinien des Rates von 1972 eingeleitet und mit Verwirklichung des Binnenmarktes zum 1. Januar 1993 fortgeführt.

Schöllkraut

Montag, 12. Mai 2008

schollkraut.jpg

Chelidomium majus – Papaveraceae

Das Schöllkraut, ein Mohngewächs, finden wir auf Schuttplätzen, an Wegesrändern, am Waldrand und in Mauerspalten. Wird die Pflanze verletzt, tritt ein gelb-orangenfarbener, bitter und übel schmeckender Milchsaft aus. Dieser ist wie die ganze Pflanze giftig. In schweren Fällen kann die Vergiftung zum Tod führen. Die Gifte werden z.T. pharmazeutisch genutzt. 

Hier hat sich das Schöllkraut einen Platz im Pflaster an einer Mauer einer verlassenen Poststation auf der Winkelsfelder Straße in Düsseldorf-Pempelfort erobert. 

Einst galt die Pflanze als Sinnbild für ein ausgeglichenes Leben. Man empfahl zu eruptiven, negativen Gefühlsäußerungen neigenden Menschen, die getrocknete Wurzel des Schöllkrauts um den Hals zu tragen.