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Spitzahorn
Dienstag, 28. Oktober 2008
Acer platanoides – Sapindaceae
Der Spitzahorn ist ein einheimischer Baum. In der Forstwirtschaft gilt er, so die Aussage eines mir bekannten Försters aus dem Siegerland, als wesentlicher Bestandteil eines gesunden, stabilen Mischwaldes. In den Städten wird er gerne gepflanzt, da er mit den typischen Unbilden der Stadt gut zurecht kommt und mit seinen im zeitigen Frühjahr, wenn andere Bäume noch kahl in der Gegend stehen, erscheinenden grünlich hellgelben Blüten und dann im Herbst mit einer feurigen Herbstfärbung auffällt.
Der Spitzahorn gehört seit langer Zeit zu den Bäumen, um die sich die Gärtner besonders gekümmert haben, so dass der Gartenbesitzer heute auf viele Varietäten zurückgreifen kann. Besonders auffallend sind die mit tief dunkelrot gefärbten Blättern aufwartenden Sorten. Doch das ist wie so Vieles Geschmacksache.
Der Spitzahorn kann zu einem stattlichen Baum von bis zu 30 Metern heranwachsen. Er wird 150 bis 200 Jahre alt. Seine Borke ist längsrissig und nicht schuppend wie diejenige des Bergahorns (Acer pseudoplatanus).
Die Ahorne sind von den bei uns natürlich vorkommenden Bäumen diejenigen, die in besonderer Weise an dem Bild der Herbstfärbung in unseren Landschaften beteiligt sind. „platanoides“ spricht man ‚platano-ides’ also o und i getrennt und nicht zu einem Diphthong vereint aus. Der Spitzahorn hat bei uns die westliche Grenze seines Verbreitungsgebietes erreicht. Er ist also ein Baum des kontinentalen Klimas.
Ob er sich im Herbst eher gelb oder rötlich oder ganz bunt verfärbt, hängt vom Wetter und dem Standort aber dann auch davon ab, aus welchen Beständen in welcher Gegend und von welchen Bäumen die Samen genommen wurden, aus denen die jeweiligen Bäume gezogen wurden.
Herbstfärbung mal anders
Mittwoch, 22. Oktober 2008Man könnte meinen, es blühe hier etwas in intensiver Farbe. Dem ist aber nicht so. Es handelt sich um die Herbstfärbung von Brakteen der infertilen Blüten einer Hortensie. Blütenblätter wären längst abgefallen, Brakteen aber bleiben haften, das sogar länger als das Laub des Strauches. Auch hier wird das wertvolle Chlorophyll von der Pflanze aus den Brakteen entfernt und als Energiereserve im Holz und den Wurzeln gespeichert. Übrig bleiben die darunter liegenden Farbstoffe. Normalerweise sind das Xanthophylle (gelb) und Karotine (rot). Wie es zu diesem Violett-Rot kommt, weiß ich nicht. Selten aber hübsch.
Sonnenschein
Freitag, 10. Oktober 2008Herbstwind
Freitag, 03. Oktober 2008Gestern war es stürmisch. Das hat nicht nur die geflügelten Samen des Ahorns vom Baum gefegt sondern auch einige Blätter, die noch gar nicht so weit waren, freiwillig vom Baum zu fallen. Die Herbstfärbung hatte kaum eingesetzt. Lediglich der Blattstiel erglüht in strahlendem Rot, das sich in den Blattnerven fortsetzt und von dort aus eine leichte Gelbfärbung im benachbarten Blattgewebe erkennen lässt. Dieses Blatt wird nicht mehr zum Glühen des Goldenen Oktobers beitragen.
Es war was los am Himmel. Gigantisch in den Himmel quellende, weiße Wolkentürme wechselten sich mit strahlendblauem Himmel ab. Einmal hat es sogar Regen durch die Straßen gepeitscht.
Die reifen Früchte des Mehlbeerbaums fielen zu hunderten vom Baum und färbten die Straße mehlbeerenrot, ein Rot welches mit dem der S-Bahnen konkurrierte und nur vom Leuchten der Dioden des roten Lichts der Ampeln übertroffen wurde.
Sonnen-/Hüttenstraße – Düsseldorf-Oberbilk
Felsenbirne
Freitag, 26. September 2008
Amelanchier lamarckii – Rosaceae
Die Felsenbirne stammt aus dem östlichen Nordamerika und ist dort fast ausgestorben, während sie in Europa ihre Existenz als Neophyt fortführt. Der kupferfarbene Austrieb, die frühen, weißen Blüten und die sehr früh einsetzende, deutliche, mehrfarbige Herbstfärbung machen den 4- 5 Meter hoch werdenden Strauch zu einem beliebten Ziergehölz. Die kleinen Früchte sind genießbar und wohlschmeckend aber so klein, dass sie kaum die Ernte lohnen.
Gestern war schönes Wetter und es herrschte ein weitgehend blank-geputzter, blauer Himmel, ideal um die gelb-, rot-, orangefarbigen Herbstblätter so richtig schön ins Bild zu setzen.














