Platane sich schälend
Sonntag, 26. Juli 2009
Das hinterlässt nicht selten interessante Strukturen und Farbfelder


Das hinterlässt nicht selten interessante Strukturen und Farbfelder

Acer platanoides – Sapindaceae
Der Spitzahorn ist ein einheimischer Baum. In der Forstwirtschaft gilt er, so die Aussage eines mir bekannten Försters aus dem Siegerland, als wesentlicher Bestandteil eines gesunden, stabilen Mischwaldes. In den Städten wird er gerne gepflanzt, da er mit den typischen Unbilden der Stadt gut zurecht kommt und mit seinen im zeitigen Frühjahr, wenn andere Bäume noch kahl in der Gegend stehen, erscheinenden grünlich hellgelben Blüten und dann im Herbst mit einer feurigen Herbstfärbung auffällt.
Der Spitzahorn gehört seit langer Zeit zu den Bäumen, um die sich die Gärtner besonders gekümmert haben, so dass der Gartenbesitzer heute auf viele Varietäten zurückgreifen kann. Besonders auffallend sind die mit tief dunkelrot gefärbten Blättern aufwartenden Sorten. Doch das ist wie so Vieles Geschmacksache.
Der Spitzahorn kann zu einem stattlichen Baum von bis zu 30 Metern heranwachsen. Er wird 150 bis 200 Jahre alt. Seine Borke ist längsrissig und nicht schuppend wie diejenige des Bergahorns (Acer pseudoplatanus).
Die Ahorne sind von den bei uns natürlich vorkommenden Bäumen diejenigen, die in besonderer Weise an dem Bild der Herbstfärbung in unseren Landschaften beteiligt sind. „platanoides“ spricht man ‚platano-ides’ also o und i getrennt und nicht zu einem Diphthong vereint aus. Der Spitzahorn hat bei uns die westliche Grenze seines Verbreitungsgebietes erreicht. Er ist also ein Baum des kontinentalen Klimas.
Ob er sich im Herbst eher gelb oder rötlich oder ganz bunt verfärbt, hängt vom Wetter und dem Standort aber dann auch davon ab, aus welchen Beständen in welcher Gegend und von welchen Bäumen die Samen genommen wurden, aus denen die jeweiligen Bäume gezogen wurden.