Am Niederrhein, da ist es schön, weil dort die Weiden im Winde wehen.

Als Peter seinen Schuh verloren hatte, der jetzt wie ein lustiges Schiffchen auf dem Bach dem Rhein entgegen schwimmt, hörten die träge auf den Wiesen liegenden Kühe nicht auf, wiederzukäuen. Ein einsamer Radfahrer trällert ein Liedchen auf dem Treidelpfad. Kaum verborgen auf dem platten Land findet sich im dunstigen Nebel eine Ruine. Geschichte raunt tief bis in die Graswurzeln. Ein Wanderzirkus mit drei ehemals bunten Wagen und drei Traktoren zottelt über den Deich bis nach …..  Ohne Ziel. Immer wandernd. Hier gibt es weder Drachen noch Felsen. Rot versinkt die Sonne im dunstigen Horizont und der Mond, der kalte Mond, hebt sich orange und heller und heller werdend in den unendlichen Sternenhimmel. Ein Fuchs pirscht an Kaninchenlöchern vorbei. Das letzte Glimmen eines Lagerfeuers. Eine vergessene Kartoffel. 

Nur der Schuh, bereits in Holland ans Ufer des Rijns gespült, wird dort mit Gänsefedern gespickt und so vom Winde getrieben in Richtung offenes Meer geschickt. Ob er Amerika je erreicht?    

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