Das Konjunkturpaket und das Heute

Gehen wir mal davon aus, dass es richtig ist, der Rezession mit einem Konjunkturpaket zu begegnen.

Wo würde ich die Gelder einsetzen?

Für mich unbestritten ist die Notwendigkeit, Geld in Bildung und Ausbildung zu stecken. Das bedeutet auch die Rücknahme der Studiengebühren. Es geht nicht darum, Schulen und Universitäten mit Goldrähmchen auszustatten, auch wenn gravierende (Bau)Mängel beseitigt werden müssen. Die Stärkung des Lehrpersonals, der Bibliotheken und die Ausstattung Aller mit Computern und schnellen Anschlüssen erscheinen mir vordringlich.

Soweit scheine ich nicht von dem abzuweichen, was auch innerhalb der herrschenden Politik durchsetzbar erscheint.

Dann aber kommt ein dicker Brocken, der für mich a priori unverständlich ist. Da wird eine Abwrackprämie ausgelobt, um die Autoproduzenten zu unterstützen. Mal ganz abgesehen davon, dass hier ein kurzfristiges Strohfeuer entzündet wird, wird nach meiner Auffassung dabei viel Geld in eine so wie so sterbende Industrie gesteckt. (Nebenbei gesagt: Wertvolles Öl einfach zu verbrennen ist Irrsinn.) Viel sinnvoller erscheint mir, mit dem Geld neue Systeme des öffentlichen Verkehrs in die Welt zu setzen. Wir leben mehr und mehr in Ballungsräumen und großen Städten. Dort Auto zu fahren ist der reine Blödsinn. Noch aber sind Viele darauf angewiesen, das Auto zu nutzen, weil der öffentliche Verkehr versagt. Mit einer ordentlichen Anschubfinanzierung lässt sich hier Abhilfe schaffen. Es ist möglich, Menschen und einen Teil der Waren schnell und günstig und doch kostendeckend mit Systemen des öffentlichen Verkehrs dorthin zu transportieren, wo sie hin wollen und sollen. Dabei muss man sich von dem Gedanken frei machen, dass es gilt, die Menschen lediglich zu und von ihrem Arbeitsplatz zu bringen. Der öffentliche Verkehr hat auch den Freizeitbeschäftigungen und das Tag und Nacht zu dienen.

Mit den Vorstellungen eines Herrn Mehdorn et.al. ist das nicht zu bewerkstelligen.

Die Krise ist eine Chance. Ich sehe sie als vergleichbar mit der Demontage der alten Industrie nach dem Weltkrieg II. Weg mit dem Alten und eine der Zeit und den technischen Möglichkeiten entsprechende und die geistigen Fähigkeiten des Heute fördernde Struktur finden.

Zur Umwelt ist reichlich gesagt. Die ist wesentlich. Es gilt hier, klug zu handeln.

Das Neue liegt in der Luft und ist da (und eben nicht in einer imaginierten Zukunft), ob das erkannt wird oder nicht. Es kann auch von keiner Politik aufgehalten werden. Nur, wer es nicht erkennt und berücksichtigt, hat das Nachsehen. Mir scheint, mit der herrschenden Politik ist da  kein Blumentopf zu gewinnen. Auch dort muss Neues her. Dagegen hilft allerdings nicht das überall erklingende, laute Lamentieren. Änderung erscheinen schmerzhaft, auch wenn sie in eine bessere Zeit führen. 

Es gibt was zu tun, packen wir’s an. 

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