Der Rheinische Konjunktiv greift um sich.

Beispiel: Kurt sagt: „Intelligenz lässt sich nicht messen“
Karl berichtet gegenüber anderen: „Kurt meinte, Intelligenz würde sich nicht messen lassen“ anstatt zu sagen: „Kurt meinte, Intelligenz ließe sich nicht messen.“
Noch ein anderes sprachliches Phänomen: Kurt sagt: „Das Wetter ist schön“. Karl berichtet: „Kurt sagte, das Wetter wäre schön“ anstatt,- das Wetter sei schön. „Warum in der Aussage nicht beim Präsenz bleiben?“, frage ich.
Achtet mal drauf. Der Konjunktiv stirbt offensichtlich. Ist es der Einfluss der englischen Sprache? Oder woher kommt das?
Das ist vielleicht nicht wichtig. Ich finde es bedauernswert.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

0 Kommentare zu Der Rheinische Konjunktiv greift um sich.

  1. Guido v. Oertzen sagt:

    „„Kurt sagte, das Wetter wäre schön“ anstatt,- das Wetter sei schön.“

    Manche Sprecher verwenden diesen Konjunktiv II absichtlich statt des Konjunktivs im Präsens, um ihren Zweifel an der in indirekter Rede wiedergegebenen Aussage auszudrücken (=> das Wetter war gar nicht so schön, wie Kurt behauptet). Linguisten haben hierzu unterschiedliche Meinungen. Siehe hierzu auch:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktiv#Ausdruck_des_Zweifels_am_Inhalt_des_Berichteten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.