Meine beiden Hände sind in ihrer Funktion sehr verschieden.

Nach Allem, was ich so mitbekomme, ernte ich eine gewisse Anerkennung. Das hält sich noch im Rahmen, aber ist bemerkbar. Doch ich gehöre nicht dazu. All meine Versuche, mich mit anderen auszutauschen, vielleicht eine Zelle unabhängig Denkender und Handelnder unbestimmter Größe und Wirkung oder was auch immer zu bilden, scheitern. Ich schau mich um und stelle fest, dass der überwiegende Zahl meiner Nachbarn im weiteren Sinne sich dort zusammenfinden, wo es laut ist, man sein eigenes Wort nicht mehr hören kann, sich nur schreiend mitteilen kann und sich auf mir nicht zugängliche Weise fraternisiert und das zu erleben vorgibt, was sie gute Laune nennen. Eine Form der Unterhaltung, des unterhalten werdens, die mir abgeht.
Ich kann mich auch nicht assimilieren, indem ich Schuhe von Adidas oder solche aus einer ungarischen Manufaktur – je nach dem, welcher Gruppe ich nun angehören will – oder mich vom Rockgekreische absetzend mich dem seit Jahren sich reproduzierenden Jazz hingebe oder den Weihen der Champagnerideologien verschreibe.
Selbstverständlich habe ich meine Prioritäten, Geschehnisse, die mich aufwühlen, die mich brennend interessieren. Doch was wirklich interessant und erfüllend ist, ist das, was ich selber mache. Auch in welchem Kontext ich etwas mache und eventuell gegen welche Widerstände ich etwas in die Welt setze. Das gilt es im Auge zu behalten.

Wie zu bemerken ist und auch von mir so dargestellt wird, bewege ich mich weitgehend im Bereich des Banalen und betrachte es eben nicht als trivial. Da tauchen viele Fragen auf. Eine davon ist die, wie kommt es, dass so viele meiner Mitmenschen auf ganz ähnliche Weise einem vorgegebenen Schema folgen und diesen Umstand nicht befragen. Man scheint sich geeinigt zu haben, dass das Wochenende dazu da ist, das zu tun, was allgemein als ‚sich vergnügen’ verstanden wird. Nun ist nichts gegen Vergnügen zu sagen. Ganz das Gegenteil dürfte sinnvoll sein. Die Frage ist, was man unter Vergnügen versteht. Nun ist es mit mir komischem Trottel eben so, dass ich die meisten Formen des real exerzierenden Vergnügens nicht nachempfinden kann. – Doch, ich tanze auch schon mal auf einem Tisch. Ist zwar ne Weile her, aber im Prinzip vorhanden –

Jetzt seid nett zu mir und kreidet mir weniger an, dass ich hier von mir rede. Verallgemeinerungen verbieten sich bei diesem Thema nun mal. Vielleicht ersetzt Ihr mein ich durch Euer Ich.

Oder ist das wirklich selbstbalbierendes Geschwätz? Dann klärt mich auf. Wie gesagt: Es geht nicht um Anerkennung sondern um Dazugehörigkeit. Um den zweiten Aspekt eines erfüllten Lebens nämlich eigene Handungsfähigkeit und subjektive Existenz mache ich mir weniger Gedanken. Das pack ich schon.

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