Molotow

Als ich noch ein Kind war, war Molotow einer der wesentlichen Politiker der UDSSR. Er galt als rauer, unsympathischer Geselle, war aber in aller Munde.

Mit hatte man einen bedruckten Pappbogen geschenkt,
den man längs der aufgezeichneten Linien ausschneiden und diese Pappteile dann zusammenkleben sollte. Machte man das, wie vorgesehen, hatte man einen starkes Auto, eine Art Militärjeep in der Hand.

Ich nannte das Auto Molotow. Mein Spiel bestand darin, den Motor anzulassen. Man hörte mich „Molo-molo-molo-molomolo toff toff toff vor mich hersagend, was dem Geräusch entspricht, das so ein Motor von sich gibt, wenn er nicht sofort anspringen will. So ging ich mit der unsympathischen und Angst machenden Figur des russischen Politikers um. Als Angstbewältigung keine schlechte Methode.

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