Nachgeben

Meine gen Himmel wachsenden Tomatenpflanzen standen von mir vernachlässigt eines Tages in pulvertrockener Erde. Die Blätter hingen schlaff herab, der Stängel wurde weich und die Pflanze bog sich der Schwerkraft folgend gen trockener Erde. Als ich das bemerkte und sie mit Wasser versorgte, richtete sie sich wieder auf und die Blätter erfüllten ihre Funktion in waagerechter Haltung.

Man stelle sich vor, der Rheinturm hätte nur ein Drittel des jetzigen Durchmessers und er würde weich bei einem Erdbeben – Trockenheit macht ihm ja nichts aus – und würde so elastisch hin- und herschwanken und die zehn Meter langen Flügel, die ihm seitlich alle 7 Meter zierten, klappte er ein um sich nach dem Erdbeben wieder stolz emporzurichten. Der Wind greift in die Flügel, der Turm gibt ein wenig nach aber er steht da wie eine 1.

So was hinzubekommen, wäre Ingenieurskunst. Nun gut, die Größenverhältnisse sind nicht vergleichbar. Aber wie ist es mit den Mammutbäumen? Da hat die Natur zwar ein Limit gesetzt, mehr als gut 100 Meter sind nicht drin, aber Wasser ohne starke Pumpen 100 Meter hoch zu hieven, ist schon eine Leistung. Ein endloses Wachstum wäre auch absurd.

Ich habe gerade gelesen, dass es eine Fichtenart gibt, deren ältesten Exemplare 6.500 Jahre alt sind. Bisher galt die Grannenkiefer als ältester Baum der Welt. Dort kennt man Exemplare, die über 4.000 Jahre alt sind. Auch schon recht beeindruckend.

Wie lange hält Stahlbeton?

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