Schwarzerle

erle

Alnus glutinosa – Betulaceae

Ludwig-Beck Straße – Düsseldorf-Mörsenbroich

Erlen, auch Eller genannt, so auch der Stadtteil Düsseldorf-Eller, sind bei uns heimisch. Sie gehören in Düsseldorf, einer einst sumpfigen vom mäandrierenden Rhein durchflossenen  Ebene am Rand des bergischen Landes mit seinen Moränenhügeln, zur eigentlichen Flora. Die Erle ist ein Pioniergehölz. An den Wurzeln bilden sich ähnlich wie bei den Fabaceae, Knollen, die von Knöllchenbakterien besiedelt sind. Diese können Luftstickstoff binden und der Pflanze zur Verfügung stellen, was es der Erle ermöglicht, in nährstoffarmen Böden zu gedeihen.

Vor zwei Jahren sah ich mitten im Kittelbach eine Erle wachsen. Sie war bereits 3 Meter hoch. Um ihr Wurzelwerk  herum bildete sich eine kleine Insel aus Treibgut und Sedimenten. Sie könnte so zu einem stattlichen Baum herangewachsen sein, wenn das Amt für Wasserwirtschaft sie nicht entfernt hätte.

Hier sehen wir jetzt die Kätzchen in ihrer leicht rötlichen Farbe, die nur drauf warten, im Vorfrühling ihre Pollen zu entlassen. Die Erle gehört zur Familie der Birkengewächse.

An der Ludwig-Beck Straße hat man Erlen als Straßenbaum gepflanzt. Das Gewollte, ja das Artifizielle bei solchen Pflanzungen erkennt man an der pyramidalen Ebenmäßigkeit der Bäume. Ein Ergebnis von Züchtung, Selektion.  Ich finde das langweilig. Ich sähe lieber die individuelle Gestalt eines ‚natürlich’ gewachsenen, ‚wilden‘ Baumes.

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