Tote Kopfweide

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Für den Alpenbewohner ist der Niederrhein eine langweilige, grüne , flache Landschaft ohne jeden Reiz. — Bis er eines nachts auf einer in Nebelschwaden gehüllte Wiese gerät und die dort auftauchenden Geister erlebt. Dann macht ihn die offene, flache Landschaft ratlos. Es gibt nichts, wo hinter er sich verstecken kann, nichts, wohin er fliehen kann. Er kann schreien. so laut er will. Niemand wird ihm antworten, nicht einmal ein Echo.

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Ein Kommentar zu Tote Kopfweide

  1. Sie zogen übers Land und sprachen kaum. Alle waren mit sich selber beschäftigt. Erst als es bereits später Nachmittag war, kehrten ihre Gedanken langsam wieder in den Alltag zurück. Ihre Füsse schmerzten. Trotzdem wollten sie noch nicht halt machen. Sie sangen Lieder und erzählten einander Geschichten. Ohne dass sie es merkten, veränderte sich die Landschaft. Sie war nicht mehr einfach flach, sondern wurde steinig und hügelig. Es gab hier keine grossen flachen Landstücke mehr. Immer öfter kamen sie an kleinen Wäldchen vorbei. Erst als sie kaum mehr die Kraft hatten, den einen Fuss vor den andern zu setzen, suchten sie sich ein geeignetes Plätzchen für die Nacht und bemerkten, dass sie gerade auf einem Hügel standen.

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