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Kann mir jemand das erklären? Wer macht so was? Worum geht’s? 

Über Richard Gleim

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7 Responses to ?

  1. Rainersacht sagt:

    Was möchtest du denn erklärt haben?

  2. Ich verstehe: „Lass uns die Welt anzünden. Gewalt ist das Mittel. Brandschatzen, wo immer es geht.“ Ich bin mir bei meiner Einschätzung aber nicht sicher. Gibt es da einen Zusammenhang mit den ULTRAs, also zu Fußball und dessen Gewaltpotential? Oder ist das doch politisch? Und wer macht so was?

  3. Rainersacht sagt:

    Es geht um den Konflikt zwischen Ultras und dem DFB zum Thema „Pyrotechnik“ (siehe auch http://www.pyrotechnik-legalisieren.de/blog/). Nachdem eine bundesweite Initiative im Dialog mit dem DFB-Sicherheitsmann tragfähige Konzepte für das kontrollierte Abbrennen von bengalischen Fackeln durch Fans erarbeitet hatten, dieser Sicherheitsmann aber den Job wechselte, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, nachdem gefahrloses Zünden angeblich nicht möglich ist. Der Dialog wurde abgebrochen. Als das Gutachten dann öffentlich vorlag, zeigte sich, dass genau das NICHT die Kernaussage war. Die Fans fühlten sich veräppelt, und die Ultras der meisten Vereine beschlossen, jetzt erst recht und illegal Pyrotechnik anzuwenden. Darauf bezieht sich „Weiter zünden“.

    Übrigens: Bei der Fortuna hatte ein gemischtes Kommitee aus Verein, Fans, Polizei und Feuerwehr ein ganz konkretes Konzept erarbeitet, nach dem hier so zu sagen modellhaft hätte ausprobiert werden können, ob das alles funktioniert. Aber da hat der DFB jetzt einen Riegel vorgeschoben.

    Und was das alles soll? Bengalische Lichter und Rauchtöpfe sind – in den südlichen Ländern schon seit gut 40 Jahren – ein beliebtes Stimmungselement der Fans; geradee die Medien, die immer auf zündende Fans schimpfen, verwenden gern Bilder von Pyro-Aktionen mit dem Tenor, da habe aber tolle Stimmung geherrscht. Selbst der bigotte DFB hat schon Bengalo-Bilder in der Kommunikation verwendet.
    Im Gegensatz zu Böllern, Kracher und anderen Knall- und Sprengkörper, deren Verwendung Ultras strikt ablehnen, kommen bei Bengalos – wenn Fackeln guter Qualität kompetent benutzt werden – keine Leute zu Schaden.

    Insgesamt steht das Thema „Pyrotechnik legalisieren“ aber in dem großen Zusammenhang des Widerstandes aktiver Fans gegen den modernen Fußball mit seiner überdimensionalen Kommerzalisierung und der fanfeindlichen Regulierung, den immer massiver betriebenen Plan der Verbände, dem Fußball die Kultur auszutreiben und ihn vollends zum Family-Entertainment zu machen.

  4. Danke Rainer. Fußballpublikum wird mir immer ein Rätsel bleiben.

  5. Rainersacht sagt:

    „Fußballpublikum“ – den Ausdruck habe ich schon lange nicht mehr gelesen…
    Ich kann’s auch nur ganz subjektiv und an „meinem“ Verein Fortuna erklären. Das ist einfach Heimat. Mein 1967 verstorbener Vater hat mich (nachweislich) schon 1958 – da war ich knapp sechs – mit ins Rheinstadion genommen. Fußball und die Fortuna verbinden mich mit meinem Vater. Und so wie ich fanatischer Lokalpatriot (mit der Selbstzensur durch den Verstand) bin, so bin ich auch völlig emotionalisierter F95-Fan. Jedes Spiel ist ein Drama, in dem ich eine Nebenrolle spiele. Beim Fußball kann ich schrankenlos lieben und hassen und mir die Seele aus dem Leib brüllen. Das ist alles archaisch, aber notwendig.

  6. Rainer, das kann ich nachvollziehen. Vor allem das Archaische daran. Hat es Dich nie gejuckt, selber zu spielen.

  7. Rainersacht sagt:

    Ich war zu Schulzeiten ein grottenschlechter Kicker, aber ein passabler Handballtowart. Also hab ich gut ein Jahrzehnt lang Handball gespielt. Ich versteh übrigens auch relativ wenig vom Fußballsport – im Gegensatz zu den Hunderten von Trainern, die im Stadion immer um mich herumstehen ;–))

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