Advent

Die Christen unter uns zählen die Tage bis zur Herankunft Ihres Erlösers. Dass sie einen Erlöser brauchen, scheint geklärt. Denn für sie steht eines fest: Sie sind allesamt und a priori und eo ipso Sünder, also schlechte Menschen. Welch negative Religion!

Das haben also schon die Alten gewusst: Mit dem Verbreiten von Verdammnis, Angst und Schrecken lässt sich das Volk leicht regieren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Heute benutzt man dazu das Wort Terror.

Da passt dann auch der Hi-Ha-Ho brüllende Weihnachtsmann. Den halte ich, denkt man an diese Zauberwelt der kleinen Kinder, für gänzlich ungeeignet. Da ist das Christkind doch wesentlich feinsinniger und im positiven Sinne zauberischer.

Ich habe auch nichts gegen einen Weihnachtsbaum. Allerding ziehe ich die normale Fichte der Nordmanns-Tanne vor, auch wenn sie nadelt. Der Duft angekokelter Zweige ist nun mal einmalig und köstlich. Und die Geschenke unter dem Baum, seien sie vom Christkind, Vater, Mutter, Freundin, Freund, Frau oder Mann erfahren so eine Weihe, die anders kaum realisierbar ist.
So wird aus dem Fest der Knechtschaft unter einer Religion, die ein seliges Dasein nach dem Tod verspricht und damit das elende Dasein hierzunieden als zu ertragen hinstellt, ein Fest der Freude, der Liebe und der Verständigung.

Über Richard Gleim

Richard Gleim Sternstr. 31 D-40479 Düsseldorf Fon: 049-2 11-169 7 169 Mobil: 01577-202 68 44 gleim@unitybox.de http://gnogongo.de http://www.artbookers.com/collections/ar-gee-gleim http://www.facebook.com/richard.gleim https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Gleim
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