„ANT!FOTO“ im Kunstraum

2011 präsentieren Katja Stuke und Oliver Sieber im Kunstraum Düsseldorf eine neue Ausgabe von „ANT!FOTO“. Die Ausstellungskuratoren haben – im Jahr des 150. Geburtstages der deutsch-japanischen Freundschaft – vier japanische und fünf europäische Künstlerinnen und Künstler nach Düsseldorf eingeladen, um ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf Fotografie gegenüberzustellen.

Die Bandbreite der Ausstellung reicht von Video- und Dia-Installationen über serielle Arbeiten und tagebuchartige Fotografien bis hin zu übermalten, unkenntlich gemachten Polaroids und großformatigen, digital generierten Fotografien. Anknüpfend an Positionen im vergangenen Jahr, zeigen die Arbeiten auch der diesjährigen „ANT!FOTO“-Künstler ein, so die Kuratoren, „erweitertes Verständnis des Fotografiebegriffs.“

Die Künstler

Eine sehr persönliche Sicht auf die Welt und ihre Phänomene bieten die Arbeiten von Lieko Shiga und Yoshinori Henguchi mit ihren völlig unterschiedlichen Herangehensweisen an Fotografie. Sie arbeiten beide mit den traditionellen, analogen Mitteln der Fotografie. Ganz anders Adrian Sauer: Er erschafft Bildwelten ohne Kamera – ähnlich wie Urike Brückner, die sich mit ihren digitalen Collagen unter anderem mit der Manipulation von Fotografien beschäftigt und auch die Frage nach dem Urheberrecht stellt.

Die Spannung und das Verhältnis zwischen Wort und Bild loten Juergen Staack und Jacob Holdt aus, die Verantwortung der Fotografen und der Fotografie zeigt sich in der Arbeit von Stephen Gill. Nao Nishibata knüpft an eine japanische Tradition von Tagebuch-Fotografie an, und Ryudai Takano stellt mit seinen Foto-Filmen Fragen nach der Geschlechterrolle in der Gesellschaft.

Die Ausstellung im Kunstraum, Himmelgeister Straße 107e, läuft vom 20. Mai bis 3. Juli. Sie ist donnerstags und freitags von 15-20 Uhr, samstags und sonntags von 14-18 Uhr geöffnet. Am 21. Mai, 12.30-18 Uhr, findet ein Symposium mit den beteiligten Künstlern statt sowie Duncan Wooldridge aus London, der über seine in England kuratierte Ausstellung „Anti-Photography“ berichtet und Rainer Gabriel, der über das Verhältnis von Fotografie im Film vorträgt.

Über Richard Gleim

Richard Gleim Sternstr. 31 D-40479 Düsseldorf Fon: 049-2 11-169 7 169 Mobil: 01577-202 68 44 gleim@unitybox.de http://gnogongo.de http://www.artbookers.com/collections/ar-gee-gleim http://www.facebook.com/richard.gleim https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Gleim
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