Schwarz und ergreifend

Es ist eine schon tradierte Übung, dass mindestens einmal im Jahr etwas über Katzen in einem Blog steht. Allein, um dieses ungeschriebene Bloggergesetz zu erfüllen, ergreife ich hier und jetzt die Gelegenheit, auf dieses zutiefst rührende und letztendlich glückliche und deshalb besonders Herz zerreißende Schicksal einer Katze aufmerksam zu machen. 

Wie die Schaumburger Nachrichten berichten, wurde eine durch und durch schwarze Perserkatze, das ist diese dem Katzenmuttergeschmack am meisten entsprechende, die Gefühle in höchste Verzückung versetzende, leicht exotische, als elegant geltende und als wertvoll erachtete Katzenspecies, die wegen dieser die Emotionen hoch schlagen lassenden, der Faulheit sich klaglos hingebenden Art nicht nur beliebt ist sondern auch gerne von der gehobenen Katzenfutterindustrie ins werdende Bild gesetzt wird, auf grausame Weise 7 Wochen lang unter einer Badewanne eingemauert und musste dort eben diese 7 Wochen in der ihrer Fellfarbe entsprechenden, absoluten Dunkelheit, ohne Essen und Trinken in Einzelhaft verbringen. Bis auf die Knochen abgemagert und mit hängendem Fell wurde sie schließlich gefunden und von ihrer Besitzerin wieder hoch gepeppelt und sitzt inzwischen jetzt schnurrend, wenn auch etwas verstört, wobei nicht zu sagen ist, ob die Verstörung nicht wenigstens teilweise auch durch die Stubenhaltung und einen hartnäckigen Mäuseentzug herrührt, auf dem Schoß von Monika Hoppert, die ihren schwarzen Schnurrer liebevoll „Bonny“ nennt, sich aber, es wird zumindest nichts darüber berichtet, Gedanken hinsichtlich „Clyde“ macht.

Das Schicksal dieser Katze füllt die Gazetten und entleert die für solche Fälle unter Katzenliebhabern immer gut gefüllten Tränensäcke. Solch ein Schicksal, solch ein Happy End! Da schnurrt die Feder, mit der das hier geschrieben wurde, doch gleich mit. 

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