Dank

Geld ziehen

Ich bedanke mich bei allen, die meine Rente finanzieren. Herzlichen Dank.

Das mache ich, obwohl ich nichts dazu kann, dass das Rentensystem so aussieht, wie es aussieht. Ich halte es für absurd, dass jeder nicht für sich sorgt sondern für die Altvorderen. Und das zwangsweise. Es ist klar, dass das nicht wirklich funktioniert. Ein gewisser Zwang ist allerdings notwendig, weil Viele freiwillig nicht vorsorgten. In der Phase des Übergangs von dem heutigen System zur eigenen Vorsorge muss also der Steuerzahler herhalten. Über die Dauer einer solchen Übergangszeit kann man sich einigen.

Also noch einmal vielen Dank für Eure Zuwendung, auch wenn sie nicht ganz freiwillig ist. Wenn ich das Geld, welches ich mal in die Rentenkasse eingezahlt habe, damals für mich hätte arbeiten lassen, wäre meine ‚Rente’ heute um einen Multiplikator höher.

Über Richard Gleim

Richard Gleim Sternstr. 31 D-40479 Düsseldorf Fon: 049-2 11-169 7 169 Mobil: 01577-202 68 44 gleim@unitybox.de http://gnogongo.de http://www.artbookers.com/collections/ar-gee-gleim http://www.facebook.com/richard.gleim https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Gleim
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8 Responses to Dank

  1. Guido von Oertzen sagt:

    Das Blöde ist nur, dass das Kapitaldeckungsverfahren der Rentenversicherung (statt des von Dir kritisierten Umlageverfahrens von einer Generation an die nächste) zweimal noch viel weniger funktioniert hat. Zum Beispiel deshalb, weil die im Kapitalstock angesammelte Rentenkohle fast komplett in den Krieg zugunsten des „Volk ohne Raums“ geflossen ist (siehe zum Beispiel http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/rentenpolitik/141489/die-entwicklung-bis-1945).

  2. Wenn ich mich um mich selber sorge, dann schmeiß ich mich doch nicht einer Renten- oder Lebensversicherung zum Fraße hin.

  3. Guido von Oertzen sagt:

    Mal ganz blöd gefragt: Warst Du in Deinen Berufsjahren als Fotograf überhaupt gezwungen, in die staatliche Rentenkasse einzuzahlen?

  4. Ja und Nein. Aber Jahrzehnte lang als Arbeitnehmer also der Situation, in der sich die Meisten befinden. Wer übt denn einen sog. Freien Beruf aus? Heute wäre ich auch als Freier gezwungen.

  5. Guido von Oertzen sagt:

    Ach was, auch heute wird kein freier Fotograf in die Künstlersozialkasse gezwungen. Man meldet das einfach als Gewerbe an (es gibt ja keinen Meisterzwang mehr) und kann dann nach Herzenslust für sich selbst vorsorgen, ohne dass einen jemand in die staatliche Rentenkasse zwingt. Und wenn das mit dem Vorsorgen, aus welchen Gründen auch immer, nicht so richtig hingehauen hat, gibt’s bei Spielende auch noch Grundsicherung.

    • Rocky Raccoon sagt:

      Nicht richtig ist die Pflichtversicherungsbefreiung für Ärzte, Rechtsanwälte und Architekten und deren Einbindung in die entsprechenden Versorgungswerke. Mein als RA zugelassener Kollege wird deshalb eine 2,5-fach höhere Rente haben als ich. Super-ungerecht!

      • Guido von Oertzen sagt:

        @Rocky: Auch die Versorgungswerke sind eine Pflichtversicherung für die entsprechenden Berufsgruppen. Die Mitgliedschaft ist nicht freiwillig.

        • Rocky Raccoon sagt:

          Mit „Pflichtversicherungsbefreiung“ meinte ich die „normale“ gesetzliche Rentenversicherung. In ein Versorgungswerk würde ich gerne auch zwangsweise einzahlen, weil die Leistungen wg. der verzinslichen Kapitalstockansparung so viel besser sind. Und das ist zutiefst ungerecht.

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