Das erste und einzige Mal, dass mir eine Exhibitionistin begegnete

Es war in Paris in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, als wir dort Straßenmusik machten. Entgegen kam uns eine attraktive junge Dame in einen berauschenden und sicher auch teuren Pelzmantel gehüllt. Wie sich herausstellte, kannte sie unseren Trompeter, blieb vor uns stehen und begrüßte uns, in dem sie trotzt der Dezemberkälte ihren Mantel öffnete und sich in ihrer ganzen Schönheit zeigte.  Außer ihren High-Heels und Parfüm hatte sie nichts an. Ich sage und meine: Nichts.

Dann begann sie zu plaudern, zeigte auf unseren Trompeter und erzählte: „Der Typ da. Der fickt sonst jedes rostige Ofenrohr. Aber mich wollte er nicht bummsen.“ Am Anfang der 60er Jahre war eine solche Konversation dann doch recht ungewöhnlich und ich wusste nicht, ob ich das jetzt  Paris, der Stadt der Liebe, zuordnen sollte, oder mich einfach nur als Provinztrottel sehen musste. 

Über Richard Gleim

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4 Responses to Das erste und einzige Mal, dass mir eine Exhibitionistin begegnete

  1. franz sagt:

    🙂 um das zu beurteilen, müsste man wissen, ob dabei französisch oder deutsch gesprochen wurde.

  2. franz sagt:

    dann hatte es sicher nix mit paris zu tun. was hat denn der trompeter zu seiner entschuldigung vorgebracht?

  3. Nix. Soweit ich mich erinnere, sah er keine Veranlassung für eine Entschuldigung.

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