Die dunkle Seite eines Rollmopses

So ein Rollmops ist allseits beliebt. Sein feucht würziges Dasein gekoppelt mit nahrhafter wenn auch geheimnisvoller Substanz macht ihn zum Liebling der Frauen, wobei er darauf achtet, dass sie ihm jeweils nur einzeln ihr Verlangen kundtun. Er labt sich nicht daran, in der Öffentlichkeit von einem Schwarm der Schönen umgeben bewundert und beneidet zu werden. Erstaunlicher Weise lehnt er es nicht ab, von Holzstäbchen befreit zu Rheinischem Heringsstipp verarbeitet zu werden. Wer kann, sieht sein mokantes Lächeln inmitten der Sahnesoße. Genießt man ihn gewöhnlicher Weise zusammen mit stark gehopftem Altbier, steht ihm auch trockener Austernsekt.

Doch in letzter Zeit ist dem Rollmops ganz anders. Er fühlt sich leer. Immer wieder und zu jeder Tages- und Nachtzeit überfällt ihn ein rätselhafter Schlaf, dessen Summe sich auf 16 Stunden am Tag ausdehnen kann. Irgendetwas muss ihn krank machen. Man munkelt etwas von der pharmazeutischen Industrie, die Wirkstoffe auf die Welt und damit auch die Meere loslässt, die jegliches Leben dämpft, wenn nicht ganz erlahmen lässt. Der Schlaf dient dazu zu verhindern, dass über dieses Phänomen und dessen Ursache nachgedacht wird. Hoffen wir, dass es dem Rollmops bald wieder besser geht und er sich den Wonnen des Daseins wieder frei, fröhlich hingeben kann. Mit einem mokanten Lächeln natürlich!

Über Richard Gleim

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