Ferien

Noch zwei Wochen, dann sind die Schulferien vorbei. Viele sind schon an diesem Wochenende zurückgekommen. Junge Leute erzählen sich euphorisch Urlaubsgeschichten. Vorher nie Gesehenes, nie Erlebtes wird mit glühenden Augen, weiten Armbewegungen und einer Stimme, die kurz vor dem Überschlagen überzeugt, sind die äußeren Zeichen einer inneren Erregung, die sich aus einem unerwarteten Glück nährt, welches das Erleben in der Ferne, die Berührung mit andren Lebensformen, anderen Sitten und Gebräuchen mit sich bringt. 

Bald hat einen die heimische Realität eingeholt. Der Trott übermannt einen. Für ein paar Tage sieht der Speisezettel ein wenig verändert aus. Aber auch das vergisst sich.

Sicher, bald sind die Straßen zur rush hour wieder verstopft, die Bahnen überfüllt, der lärmende Nachbar wieder zu Hause, die Reden der Politiker so zum Kotzen, wie wir es immer schon kennen.

Aber was ist mit diesem komischen Typen da, der zwar befremdlich anders tickt aber nicht nur unsympathisch ist? Was ist mit dieser Frau da, die wenn auch nicht überragend hübsch, dann aber doch ein bemerkenswertes Lächeln auf setzt und aus deren Augen hie und da ein spitzer Blitz zu funken scheint? Was ist an Angela Merkel so deutsch? Auch hier gibt es vor allem vor Ampeln auf viel befahrenen Straßen tiefe Spurrillen im Asphalt. Warum ist es in Deutschland so grün? Wann haben wir zum letzten Mal Eisbein mit Sauerkraut gekocht? Wer es nicht kann, sollte es lernen und dann seinem australischen Freund servieren. Wenn ein Österreicher die Formel1-Piloten ‚Kutscher’ nennt, dann ist das doch wie ein ferienschwangerer Sonnenstrahl.

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