Flügelstraße

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Die hier zu sehenden Häuser sind 1924 fertig gestellt worden. Architekt war Regierungsbaumeister Carl Brocker. Bauherr war die „Phönix Gesellschaft für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Düsseldorfer Röhren- und Eisenwerke“ Wir befinden uns in einer Nachkriegzeit mit großer Wohnungsnot. In der Nähe befanden sich zahlreiche Industriebetriebe des Industriestandorts Oberbilk. Das Wohlfahrtsministerium hatte eine Richtlinie zur Behebung der Wohnungsnot herausgegeben, nach der die „Phönix Gesellschaft für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Düsseldorfer Röhren- und Eisenwerke“ 50 Arbeiterwohnungen auf der Flügelstraße und eines auf der querenden Sonnenstraße errichtet hat. Die Gesamtanlage steht als Zeugnis des Arbeiterwohnungsbaus in Düsseldorf unter Schutz. 

Heute macht dieser Teil der Flügelstraße den Eindruck einer schnuckeligen, ruhigen, grünen Straße mit Bewohnern aus fast allen Schichten und Nationen, weitab vom Geruch des Prekariats. Dort begegnet man dem rüstigen Rentner ebenso wie der vitalen Blondine in den mittleren Jahren, einem Turban tragenden Inder mit seinen Kindern an den Händen, der Türkin mit ihren Blagen und dem Blaumann eifriger Handwerker. 

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