Georgien, Russland, USA und unsere Medien

Die Unstimmigkeiten zwischen Ossetien, Abchasien und Georgien bestehen seit Gründung des Staates Georgien. Georgien hat nun, so wird es vermittelt, in brutaler Weise eingegriffen und ist mordend und brandschatzend in den beiden abtrünnigen Provinzen vorgegangen. Der Wille der jeweiligen Völker, sich von Georgien trennen zu wollen, liegt offen zu Tage.

Russland hat diese Situation und den Fehler Saakaschwilis nutzend in völkerrechtlich bedenklicher oder sogar verwerflicher Weise eingegriffen und sieht wohl die Chance, Territorium zu gewinnen und seinen Zugang zum Schwarzen Meer zu vergrößern. Aber die Osseten und die Abchasen jubeln. Es ist nicht schwer, dem zu entnehmen, dass die Osseten und Abchasen sehr mit der russischen Intervention einverstanden sind. Das wohl vor allem deshalb, weil das georgische Regime alles andere als sauber mit ihnen umgeht. Ob sie mit Russland nun vom Regen in die Traufe kommen, das ist ihre Sache.

„Der Westen“ zeigt sich empört, handelt aber selbst nicht anders. Wir erleben hier eine Gleichschaltung der Medien in einem Ausmaß, das mich erschreckt. Kritische Stimmen, die auf die keineswegs eindeutige Lage hinweisen und das Vorgehen Saakaschwilis mit einbringen, gibt es fast nicht.

Es ist schon erstaunlich, wie die Interessen „des Westens“ mit dem Völkerrecht gleichgesetzt und als moralische Instanz untergeschoben werden.

Ich will hier weder Russland, noch Saakaschwili, noch Ossetien und Abchasien reinwaschen sondern lediglich darauf aufmerksam machen, dass die Angelegenheit mal wieder komplexer ist als deren erschreckend gleich lautende Darstellung in unseren offensichtlich von der (letztendlich amerikanischen, mit z.B. Merkel als Hündchen an der Leine) Politik geleiteten Medien.

Eigentlich geht es doch nicht um ein paar kleine Länder im Kaukasus, eigentlich geht es um die Großmannsssucht eines elendigen, blöden George W. Bush getragen von dem unausrottbaren Sendungsbewusstsein der gottgewollten USA. Und wir machen mit.

Merkel spielt fleißig auf der Klaviatur der Macht. Sie weiß, Ängste zu schüren und so den Staat nicht nur mit dem, was sie Schäuble machen lässt, grundsätzlich in einer Richtung zu stärken, die einer Demokratie abträglich ist. Und das ist verdammt zurückhaltend formuliert.

Dass Esten und Litauer Angst haben und fürchten, Russland könne auch bei ihnen einmarschieren, ist bei ihrer Geschichte mehr als verständlich. Dass Angela Merkel sich bewusst dort drängen lässt und so von sich ablenkt, ist ein genialer Streich der Machtbesessenen. Dumm ist sie ja nicht, nur etwas einseitig.  

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