Linie 760

busfahrer.jpg 

Wer in diesen Bus, der von Ratingen kommend hier am Freiligrathplatz einige Minuten auf die Anschlüsse  der U-Bahnen in Richtung Messe und Duisburg wartet, einsteigt, kann was erleben. 

Das ist eine der Linien, die es aus Rentabilitätsgründen so nicht geben dürfte. Der Bus erschließt zuerst in einem abenteuerlichen Zick-Zack-Kurs, der jeden Apfelbaum mitzunehmen scheint, Alt Lohausen, um am Clemensplatz das beschauliche und geschichtsträchtige Kaiserswerth und die U-Bahn zu erreichen. Für diese Strecke, die mit der U-Bahn in 7 Minuten zu bewältigen ist, braucht dieser Bus satte 36 Minuten. Dann fährt er weiter nach Kalkum. Auch dieser Vorort wird kurvenreich erschlossen, bevor der Bus nach Wittlaer kommt und dort wieder auf die U-Bahn stößt.  Von dort aus nimmt er einen geraden Weg durch das Dorf, welches eh nur eine lange Straße und einige Nebengassen aufweist.

Was macht die Linie so unrentabel? Der Bus fährt nur jede halbe Stunde. Kein Wunder, dass die Bewohner so entlegener Vororte nicht pro Familie sondern pro erwachsenem Familienmitglied über ein jeweiliges Auto verfügen. Da beißt sich die Schlange in den eigenen Schwanz. So bleibt der Bus leer. Ein paar minderjährige Schüler werden transportiert und mal ein rüstiger Rentner. Eine bessere Versorgung des Stadtteils könnte viele Einwohner veranlassen, eines oder zwei der Autos abzustoßen und auf Bus und Bahn umzusteigen, so dass sich die Buslinie rentierte. Davon bin ich überzeugt. Sitzt man aber erst einmal in seinem Auto, endet die Fahrt ja nicht an der nächsten S- oder U-Bahn, auch dort fehlen Parkplätze, sondern belastet die Ein- und Ausfallstraßen in die City und diese selbst. Dort braucht es wiederum Parkraum, um das Gefährt sinnlos herumstehen zu lassen. 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .