Mehdorn

Warum auch immer, Mehdorn will ‚seine’ Bahn börsenfein machen. Ihm kommt es nicht darauf an, etwas Sinnvolles zu tun, wie z.B. ein öffentliches Verkehrmittel bereit zu stellen, welches den Bedürfnissen der Allgemeinheit entspricht. Er will Geld

Das bedeutet auch, dass er Angebote streichen wird, die ihm momentan nicht einkommensträchtig erscheinen, anstatt darüber nachzudenken, wie man das jeweilige Angebot den Bedürfnissen des Publikums angleichen kann um es so wieder profitabel zu machen.

Die avisierte Preiserhöhung kann er sich leisten, weil Etliche wegen der horrenden Spritpreise vom Auto auf die Bahn umsteigen. Das ist gut für die Umwelt, hat aber seine Grenzen. Der Preis einer Fahrt mit der Bahn spielt dabei eine entscheidende Rolle. 

Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, dass die Bahn profitabel fährt. Ganz das Gegenteil. Allerdings sind weniger als zur Hälfte ausgelastete Züge vor allem auf den Fernstrecken eben nicht das, was profitabel ist. Vielleicht sollte da mittels des Preises reguliert werden. Inzwischen liegen Erfahrungswerte vor, so dass eine Staffelung der Preise nach Auslastung der Züge machbar ist. 

So lang die Bahn teurer als Bus und Flugzeug ist und fast schon die Kosten des Individualverkehrs mit dem eigenen Auto erreicht, macht sie etwas falsch. Vielleicht ist es richtig, die Ticketpreise bei der Bahn deutlich zu senken und so die Auslastung und damit auch den Profit zu erhöhen. 

Es ist sicher auch nicht falsch, die Bahn wieder sympathisch  zu machen, ihr einen Spaßfaktor zu verleihen, so nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Dazu gehört weniger ein überkandidelter Service als vielmehr der Umstand, dass man sich es leisten kann, mit der Bahn zu fahren, ein Ticket leicht zu erwerben und die Preisgestaltung durchsichtig ist.  Vielleicht geht’s auch mit 160 km/h. Das spart eine Menge Energie. Wichtiger als die Aktien sind allerdings die Achsen. Da sollte nicht gespart werden.    

Was Herr Mehdorn da macht, ist Old School und orientiert sich an eingerosteten Kriterien, wie sie auf dem Börsenparkett üblich sein mögen aber eigentlich Irrsinn sind. Mit Unternehmensführung hat das wenig zu tun.

 

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