Merkel zu Guttenberg

Muss Frau Merkel zu Guttenberg fallen lassen, um nicht selbst in den Strudel zu geraten, der das Verschwinden von der öffentlichen Bühne bedeutet?

Frau Merkel befindet sich da in einer Zwickmühle. Opfert sie zu Guttenberg, wirkt sie nach dem, was sie bisher geäußert hat, unglaubwürdig, weil sie sich selbst widerspricht. Opfert sie ihn nicht, macht sie sich mit zu Guttenberg und seinen Machenschaften gemein.

Andere Frage: Inwieweit sollte man oder kann man ohne weiteres Ansehen einer moralischen Forderung folgen. Gilt es nicht, leidenschaftslos abwägend zu handeln? Ich meine in diesem Fall, dass es nicht darum geht, einem hehren moralischen Postulat zu folgen ohne zu berücksichtigen, was daraus wird. Nahezu jeder außer den in ihren Pöstchen Betroffenen kann sich eine funktionierende Ordnung vorstellen, bei der sich moralische Aufrichtigkeit und kühles Urteil nicht nur nicht widersprechen sondern ergänzen. Das kann und wird (würde) allerdings bedeuten, dass zusammen mit zu Guttenberg die gesamte Administration zurücktritt.

Frau Merkel hat gar keine Wahl. Ihr Schicksal ist ebenso besiegelt wie das zu Guttenbergs.

Dafür müssen wir doch nicht erst auf die Straße gehen? Mir scheint das Schicksal aller Beteiligten geklärt. Wünschen wir ihnen einen Lebensabend in unauffälliger Zurückgezogenheit und dass sie das Fehlen des Glanzes eines Amtes ohne große Schmerzen verkraften. Die Geschichte wird sie schnell vergessen machen und wir leben in einer besseren, solideren (nahezu blasenfreien) Welt.

 

Über Richard Gleim

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