Nachtkerze

Die Gemeine Nachtkerze ist eine ursprünglich in Nordamerika beheimatete Pflanze. Sie wurde ähnlich wie andere Nachtkerzenarten im 17. Jahrhundert gezielt als Zierpflanze nach Europa eingeführt (so genannteEthelochorie). Bereits für das Jahr 1623 ist ihr Anbau in Gärten nahe Paris belegt. 1660 wurde sie in Altdorf und 1668 in Halleangepflanzt und damals als Lysimachia virginina major fl. amplo bezeichnet. Als reine Zierpflanze fand sie bereits weite Verbreitung. Man entdeckte jedoch sehr schnell, dass ihre Wurzeln und Blätter essbar waren. In der Folge baute man diese Art vielerorts in den Küchengärten als Gemüsepflanze an. Als Gartenflüchtling verwilderte diese Pflanze sehr schnell. Bereits 1766 beschrieb man sie fürBrandenburg als ein weit verbreitetes Unkraut. Hybridisationen mit anderen Nachtkerzenarten haben zu einer großen Anzahl schwer unterscheidbarer Kleinarten geführt.

Als Standortbedingungen benötigt die Gemeine Nachtkerze einen trockenen, nicht zu nahrhaften aber möglichst kalkhaltigen Boden. Heute ist die Gemeine Nachtkerze in ganz Europa, in Vorderasien sowie Ostasien deshalb häufig an BahndämmenKanalböschungen, Mauern, Wegrändern, an höher gelegenen Flussufern, in SteinbrüchenKies- und Sandgruben sowie auf Schotterbänken, Industrieanlagen und Ruderalplätzen zu finden. Aufgrund ihrer späten Einführung nach Europa zählt sie zu den hemerochorenNeophyten. Ihre heutige Verbreitung verdankt sie meist einer ungewollten Verschleppung (so genannte agochore Ausbreitung), da ihre Samen häufig mit ins Frachtgut gelangen. Aufgrund ihrer Verbreitung entlang von Eisenbahnlinien wird sie gelegentlich auch als „Eisenbahnpflanze“ bezeichnet.

Oenothera biennis – Onagraceae

Über Richard Gleim

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