Nutzlos

Ich habe schon des Öfteren durchblicken lassen, dass ich mich hin und wieder einfach irgendwo niederlasse, rumsitze, rumstehe, also in Ruhe jede Aktivität, jede Anforderung vergesse und einfach vor mich hindöse, was mit dem Lösen aller Angespanntheit, aller Zwänge vonstatten geht. Nur die Sinne bleiben auf wach geschaltet und oszillieren im freien Rumirren. Ziellos. Von keinem Willen bedrängt.
Vielleicht wackele ich mit dem Zeh, fass mir an die
Backe, scharre mit dem Fuß. Was weiß ich?

Und dann passiert’s. Ich nehme Dinge wahr, von deren Existenz ich nur eine vage Vermutung hatte. Und noch etwas passiert. Mich sprechen Menschen an oder ich sie, weil mir an ihnen etwas aufgefallen ist, was mir fremd ist, worüber ich mich aber mit ihnen unterhalten möchte.

Und noch etwas passiert. Nennen wir es positive Zufälle. Diese Art von Aufmerksamkeit, die eben nicht von Pflichten des Alltags verschüttet ist, macht es möglich, dass mir Sachen zufallen, von denen ich nicht glaubte oder ahnte, dass sie möglich sind.

Probiert es aus. Erwartet nichts. Denkt an nichts. Lasst Alles egal sein aber schaut, riecht, fühlt und wackelt mit dem Zeh. Das ist so schön wie Schule schwänzen, an den Hauswänden entlangstreichen und sich am Rhein auf einen Stein oder ein Stufe der Grasnarbe zu setzen.

Über Richard Gleim

Richard Gleim Sternstr. 31 D-40479 Düsseldorf Fon: 049-2 11-169 7 169 Mobil: 01577-202 68 44 gleim@unitybox.de http://gnogongo.de http://www.artbookers.com/collections/ar-gee-gleim http://www.facebook.com/richard.gleim https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Gleim
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