Oberbürgermeisterwahl

In Düsseldorf wird am Monatsende eine neuer Oberbürgermeister bzw. –meisterin gewählt. Der Düsseldorfer bekommt davon wenig mit. Hie und da, an strategisch wichtigen Ecken der Stadt, deren strategische Wichtigkeit dadurch erkannt wird, dass dort regelmäßig die Verkäufer von Fifty-Fifty, der Obdachlosenzeitung, stehen, werden Sonnenschirme in den Parteifarben und Tischchen aufgestellt. Dort kann man dann Traktate der Parteien erhalten oder sich in Gespräche mit mehr oder weniger unfähigen aber eifrigen Vertretern der Kandidaten verstricken lassen.

Am augenfälligsten sind die Plakate. Da kommt für die SPD unterstützt von den Grünen eine Frau Kortmann

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und ein Dirk Elbers ist schon da.

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So jetzt ratet mal, wer diese Wahl gewinnt. Na klar, der Platzhirsch, und das obwohl der es schwer haben wird. Er hat die ganze Last, die ihm sein verstorbener Vorgänger hinterlassen hat, zu stemmen. Da gibt es so Einiges. Prächtige Bauten, mächtige Verpflichtungen und ein Haushalt, der so undurchsichtig wie schwer wiegend ist.

Das wäre für die Frau Kortmann viel einfacher. Diese könnte rücksichtslos alle Unstimmigkeiten des Vorgängers offen legen und rein Schiff machen. Damit wäre sie beschäftigt und gut.

Außer etlichen Großprojekten, die nichts als Schulden erzeugen, gibt es  nichts zu verwalten. Ist ja alles verkauft und gehört jetzt zumeist amerikanischen Investoren – das sind die mit der schwachen Währung, dem Kriegsgeheul und den ungeheuren Schulden.

Ja, so ist das. Da setzt der Rheinländer sein dummes Grinsen auf und lässt es auf sich beruhen. Genau deshalb wird auch der CDU-Mann gewählt. Die Alternative ist ja damit beschäftigt zu kommen. Das versteht der grinsende Rheinländer: Wer nicht vor Ort ist, kann auch nichts bewirken. Vielleicht das nächste Mal, wenn die Frau Kortmann dann endlich angekommen ist.  

Nachbemerkung: Die Agentur, die den Kortmannspruch schuld ist, hat große Aussichten, am Jahresende den Zitronen-Award, den Award für die dümmste Kampagne des Jahres, zu gewinnen. Ich kann mir vorstellen, was in deren drei Hirnwindungen vorgegangen ist. Düsseldorf soll sich freuen, dass der selbstherrliche Erwin von Kortmann abgelöst wird. Aber Erwin ist schon tot. Und der Tod verklärt. Und: de mortuis nihil nisi bene.

„Düsseldorf, freu dich“, dichtete das Team der Bonner Agentur Kreativ-Konzept für Kortmann. „Mit Leidenschaft für Düsseldorf“ ist das Credo von Dirk Elbers – entwickelt von der Düsseldorfer Eggert-Group.

Karin Kortmann 

Dirk Elbers 

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