Sättigungsbeilage

„Guten Tag. Ich möchte etwas bei Ihnen kaufen.“

„Ja?“

„Ich hätte gerne eine Fahrt von Düsseldorf nach Hamburg“

„Das haben wir. Ist aber teurer geworden. Sie wissen doch, die Kosten, die Kosten.“

„Mh“

„Sie wollen die Fahrt jetzt und hier direkt bei mir kaufen? Das kostet dann nochmal einen ‚Bedienzuschlag’“

Na, da ist man doch bedient und sucht händeringend nach einem anderen Anbieter. Allein das Wort ‚Bedienzuschlag’ ist ein Meisterwerk. Da wird die DDR neu erfunden. Oder erinnert das etwa nicht an die auf gewisse Weise inhaltsreiche „Sättigungsbeilage“? Nicht von der Wortbedeutung her aber von der Wortkonstruktion. Oder doch von der Wortbedeutung?

Das soll heißen: „Unvermeidlicher, potentieller Fahrgast, so ohne weiteres transportieren wir Dich nicht. Sag’ mal schön „Bitte, bitte“, zahl und stell Dich hinten an. Oder geh nach Hause und bestell Deine Fahrt per Internet. Das wirst Du ja wohl haben. Wie jeder anständige Mensch. Immer diese Belästigungen! Was denken sich diese Kunden eigentlich dabei?“  

Wie war das noch mit der Service-Wüste? 

Mehdorn ist ein Ekel und will es sein. Mehdorn ist ein Winner. Soeben hat er den Pokal im Wettbewerb „Wie macht man sich unbeliebt“ gewonnen. Tusch!  Soviel Dummheit auf einem Haufen gibt es kaum ein zweites Mal.

Ich hätte da noch eine Menge Vorschläge. Hier nur einer. Wie wär’s mit einem „Radachsenwartungszuschlag“? 

Jeder, der die Bahn meiden kann, wird das tun. 

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