Schaum

Weiße Bohnensuppe gehört zu meinen Lieblingsessen. Will man solch eine bereiten, muss man die Bohnen erst einmal am besten über Nacht einweichen. Dabei saugen die getrockneten Samen sich wieder mit Wasser voll und erwachen zu neuem Leben. Das Lüften des Topfdeckels lässt uns die Oberfläche des Einweichwassers vollkommen bedeckend einen weißen Schaum sehen. Der beweist den hohen Gehalt an Eiweiß der Bohnen. Beim Kochen schäumt die Sache gerne über. 

Bohnen sind wie die meisten Fabaceen ungekocht giftig. Ausgenommen sind davon wohl Erbsen, Erdnüsse und Soja. Aber denken wir an Vertreter der Familie wie Goldregen, Robinien, Lupinen (außer Süßlupine) und Ginster, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Ich leide nicht unter Blähungen nach dem Genuss von Bohnensuppe. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich nach dem Krieg auf einem Bauernhof aufwachsend reichlich mit Bohnen, Erbsen und etlichen Kohlsorten gefüttert wurde. So ein Verdauungstrakt gewöhnt sich an die Verarbeitung dessen, was ihm geboten wird. Bei Kohl mag es manchem hochkommen. Nun ja, zu Suppe verarbeitet habe ich ihn nie zu essen bekommen. Aber auch die müsste nicht stinken. Kohl stinkt nicht, wenn er frisch ist. Das hat er mit Fischen gemeinsam, wobei wir bei einer weiteren meiner Lieblingsspeisen sind. Doch das riecht nach Ferien und Mittelmeer und Atlantik und vorerst nach Träumen. 

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