Spurrillen

Mörsenbroicher Ei – Heinrichstraße – Düsseldorf-Mörsenbroich

Heute wurde es erst gar nicht richtig hell. Kalter Regen. Die Temperatur kaum über Null. Und dazu ein schneidender Wind. Da schickt man keinen Hund auf die Straße. Zwei Hunde in der Straßenbahn saßen auf dem feuchten Boden die Ohren angelegt und den Schwanz eingeklemmt. Vergleichbar sehen die wenigen Menschen aus, die dick eingemummelt und schirmbewehrt über die Straße huschen.

Im Licht der zahlreichen Autoscheinwerfer und mit Regenwasser aufgefüllt werden Spurrillen im Straßenbelag deutlich. Richtiger wäre es von Spursträngen zu sprechen. Man hält sich fern von solchen Wasseransammlungen, mögen sie noch so glitzernd Licht reflektierend aussehen, denn die im warmen Auto Sitzenden wissen nichts von kalter Nässe. Sie preschen durch die Wasserpfade, dass es weit in alle Richtungen spritzt. So eine Dusche braucht niemand. Nicht jetzt. Nicht bei diesem Wind und bei dieser Kälte.

Die Wartenden an der Bushaltestelle guckten mich mitleidig an, als ich dieses Foto machte. Sie wissen es nicht besser. Ich kann ihnen das nicht vorwerfen. Vielleicht ist es Ihnen davon wenigstens im Hirn etwas warm geworden, auch wenn die Nasen tropften und die Taschentücher nicht als Friedenszeichen gezückt wurden.

 

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