Unterhaltung und Anregung

„Meine Kunst soll dazu dienen, dass ‚die Leute’ mehr nachdenken.“ Das ist für mich so ziemlich der übelste Satz, der im Umfeld von ‚Kunst’ aus so manchen Mündern grollt. Arme Pharisäer!

So nicht! 

Was für sauertöpfige Gestalten müssen das sein? Die sollen Traktate schreiben, sich auf den Marktplatz stellen und diese verteilen. Mit Kunst hat das nichts zu tun, selbst wenn sie ihre Botschaft auf der Gitarre begleitend singen. Auch wenn Kunst, gleich welche, anstrengend ist und den ganzen Menschen fordert, wirkt da ein Haufen Spaß am Gestalten mit. Das Hineintauchen in unbekannte Welten, die Erfahrungen, die man dabei macht, sind ein Quell der Freude.

Man mag mir die ‚schwarzen Bilder’ El Grecos vorhalten. Sei’s drum. Man kann den blasierten von Goethe entgegen halten. Auch dort geht es um Grenzüberschreitungen. Bei Goethe ist es vordringlich die Aufarbeitung der Antike. Das hat was Lehrerhaftes.

Doch bei den meisten Schaffenden machten Grenzüberschreitungen nicht mal Halt vor ihrer eigenen Körperlichkeit. Kunst ist radikal und rücksichtslos auch gegen einen selbst. Und immer lugt Freude aus den Fugen der Tür ins Unbekannte. 

Über Richard Gleim

Richard Gleim Sternstr. 31 D-40479 Düsseldorf Fon: 049-2 11-169 7 169 Mobil: 01577-202 68 44 gleim@unitybox.de http://gnogongo.de http://www.artbookers.com/collections/ar-gee-gleim http://www.facebook.com/richard.gleim https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Gleim
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