Was’n so?

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Was geschieht eigentlich? Es gibt Veranstaltungen. Wenn man sich darum kümmert oder aber Glück hat, erfährt man davon. Vorausgesetzt man interessiert sich für das, was die Veranstaltung bietet. Ich stehe Veranstaltungen mit einer gewissen Aversion gegenüber. Es ist selten, dass ich mich dort wiederfinde. Ja, es gibt Veranstaltungen, die ich nicht missen möchte. Diese aber sind selten. Das wird sicher an mir liegen. So ist das nun mal. Deshalb habe ich auch jedes Verständnis für diejenigen, die diese Veranstaltung hier, gnogongo, nicht goutieren. Das wiederum befreit mich davon, den großen Konsens zu suchen. 

Das ist der geordnete Teil des Geschehens. Auf Grund dieser Ordnung hat diese Art des Geschehens etwas Anerkanntes. Dort trifft man dann Andere, die ähnliche Interessen haben oder anders ausgedrückt, die ebenfalls an diese Formen von Ordnung und Schubladen glauben oder sich meist unreflektiert diesen Ordnungen unterwerfen.

Das Ergebnis ist oft ein wohltuendes Gemeinschaftserlebnis. Wenn dann ein Bericht über so ein Ereignis in der Zeitung steht, meint man zu wissen, worüber dort geschrieben wurde. Man kann das dann gutheißen, d.h. man findet sein Erleben bestätigt, oder ablehnen. Dann hat der Schreiber oft andere Kriterien der Beurteilung angesetzt als man selbst.

Großen Einfluss auf die Rezeption hat die Ordnung, die der Veranstaltung vorgeschaltet wurde. Die dort verwendeten Raster haben geradezu Traditionswert. Man hinterfragt nicht sondern akzeptiert blind die gebotenen und gewohnten Raster.

Was aber passiert, wenn man an der Haltestelle steht, am Rhein sitzt, im Terrassencafé an dem Boulevard sitzt. Wir langweilen uns doch nicht. Es geschieht doch was! Es funktioniert eine Auseinandersetzung zwischen uns und dem, was sich um uns herum tut. Das Gleiche gilt, wenn wir uns selbst in einer bewegten Umgebung bewegen.

Voraussetzung ist, dass wir nicht nur einem Ziel entgegen eilen und blind und taub gegenüber dem sind, was wir tun und was sich um uns herum tut und in der Lage sind, möglichst viel davon wahrzunehmen und zu verarbeiten. Selten werden wir in der Lage sein, spontan das Geschehen unter verschiedenen Aspekten und Blickwinkeln zu sehen. Aber gerade das bereicherte uns. Und doch kommt es vor, dass wir einen Moment abspeichern, einen Blick, ein Gesicht klar wie ein Foto, einen Augenblick, der weniger als eine Sekunde repräsentiert. Und doch haben wir ihn abgespeichert und werden ihn bewusst oder unbewusst befragen.

Ich kann nicht feststellen, dass solche Momente einer Ordnung zumindest einer fremd bestimmten Ordnung unterliegen. Welch eine Erregung! 

Schon faszinierend, was so alles um und mit uns geschieht. Wollten wir Alles aufnehmen, führte uns das zum sofortigen Durchdrehen, zum Wahnsinn. Wir selektieren. Da ist sie wieder, die Ordnung. Aber sag’ mir niemand, das Dasein sei langweilig.

Etwas Anderes ist es, sich darüber mitzuteilen. Denn das Wenigste lässt sich in Worte fassen, in Bildern festhalten oder in Musik umsetzen. Das umso weniger, je weniger man in den Fertigkeiten geübt ist. Aber es drängt uns, sich mitzuteilen. Üben, üben, üben.

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